Chronik zur Geschichte der Humboldtschule

24. November 1902 Beschluss der Tegeler Gemeindevertretung, am 1. April 1903 drei Vorschulklassen und eine Sexta und Quinta einer Realschule einzurichten, gleichzeitig die seit 1897 bestehende private Familienschule des Dr. Schulze aufzulösen und in die neue Schule überzuführen.
30. Dezember 1902 Wahl des Schulleiters, Wilhelm Schreiber
16. April 1903 Eröffnung der "Höheren Knabenschule" in der Schöneberger Straße, jetzt Medebacher Weg, mit 63 Schülern
27. Januar 1904 Feier zum Kaisergeburtstag. Bis 1918 wird dieses jährliche Zeremoniell festlich mit Musik und patriotischer Lehrerrede begangen. Ebenso der Sedantag am 2. September. Schulfrei u.a. auch zu Truppenparaden.
Schuljahr 1906/07 Nach drei Jahren wird die Schule "Realschule in Entwicklung". Vaterländischer Unterricht, sommerliche Wandertage mit "Kriegsspiel".
11. August 1908 Verleihung des Namens "Humboldtschule". Im Herbst Baubeginn des neuen Schulgebäudes in Neu-Tegel
Schuljahr 1911/12 Beginn des Ausbaues zur Oberrealschule: die erste Obersekunda
23. Oktober 1911 Einweihung des neuen Schulgebäudes am Graf-Roedern-Korso, heute Hatzfeldtallee
17. Februar 1914 Erste Reifeprüfung der Oberrealschule
August 1914 Beginn des 1. Weltkriegs
Die Abiturienten rücken als Kriegsfreiwillige in die Armee ein, die Schüler der neuen Oberprima werden als "notreif" erklärt und folgen.
1. April 1917 Angliederung eines Reform-Realgymnasiums.
Die Humboldtschule entwickelt sich zu einer Oberschule mit mathematisch-naturwissenschaftlichem und sprachlichem Zug.
27. Januar 1918 Letzte Aularede zum Kaisergeburtstag, beschworen werden "Militarismus u. Humanismus, die Wurzeln deutscher Kraft".
1919 Ehrentafel zum Gedenken an die gefallenen Schüler und Lehrer der Humboldtschule, Gestaltung Kunstlehrer Stein.
7. März 1923 Erste Reifeprüfung des Reform-Realgymnasiums. Damit ist die Schule mit 672 Schülern in 23 Klassen eine große Doppel-Anstalt geworden.
Oktober 1923 Gründung des "Vereins der Freunde der Humboldtschule", der u.a. eine Hilfsbücherei von ca. 1800 Bänden stiftet. Neben dem "Verein" gibt es auch die ältere "Vehor", die Vereinigung ehemaliger Humboldt-Oberrealschüler (seit 1911).
Schuljahr 1924/25 Der Jahresbericht des Direktors verzeichnet dankbar Schenkungen der Firma Borsig (Apparate für den naturwissenschaftlichen Unterricht und die Fotografie) und des Buchhändlers Kajet für die Lehrer- und Schülerbücherei.
Dezember 1925 Rheinlandabend, Beispiel für patriotische, gegen den Versailler Vertrag gerichtete Aktivitäten
um 1925 Aufschwung der Ruderriege, ausgedehnte Wanderfahrten
Schuljahr 1927/28 Gründung der Schulzeitung "Der Humboldtschüler, herausgegeben von der Literarischen Arbeitsgemeinschaft. Veröffentlicht werden überwiegend national-konservative Aufsätze. Das Blatt steht im Einklang mit den Aktivitäten des Vereins für das Deutschtum im Ausland (VDA), der bis 1939 an den Schulen aktiv ist.
ab 1928 Abbau der Vorklassen. Die Schülerzahl sinkt zwischenzeitlich von ca. 650 auf ca. 550.
Mai 1928 Festwoche zur 25-Jahrfeier der Schule.
Der "Verein der Freunde" stiftet einen Bogenschützen als Sportwanderpreis.
Frühjahr 1931 Im Atrium schaffen Schüler unter Kunstlehrer Stein Wandmosaiken und neue Keramiken.
1. April 1932 Pensionierung des ersten Direktors der Schule, Wilhelm Schreiber, und seines Stellvertreters Geisler (Spar- und Notverordnungspolitik). Nachfolger als Direktor wird Wilhelm Blume, Gründer und Leiter der Schulfarm Insel Scharfenberg (dort seit 1922). Humboldtschule und Scharfenberg in Personal-Union bis Anfang 1934. Oberstudienrat Gall (NSDAP) ab 1933.
Schuljahr 1932/33 Blume bildet Referendare an beiden Schulen aus. Begrenzter Lehreraustausch, Schüler beider Schulen wechselseitig auf der Insel und in Tegel.
Frühjahr 1933 Leo Kajet, Inhaber der Hansa-Buchhandlung gegenüber der Humboldtschule (Eckladen, heute Unterrichtsraum FIL-1), wehrt sich gegen antisemitische Aktionen der SA. Sein Geschäft wird später "arisiert".
1934 Trennung von Scharfenberg. Unter neuer Leitung wird die Schulfarm in Richtung auf eine NS-Musterschule (zeitweilig "Rudolf-Hess-Schule") umgestaltet. Blume beginnt die Humboldtschule taktierend auf die neuen Bedingungen einzustellen und – ohne anzuecken – Freiräume für eine humanistische Erziehung zu bewahren.
4. April 1935 100. Todestag Wilhelm von Humboldts. Zur Erinnerung an den Tag stiftet der Direktor ein Schulbanner, das den Ausspruch Wilhelm von Humboldts trägt: "Bilde dich selbst, und dann wirke auf andere durch das, was du bist". Blume erfindet ein Zeremoniell, das Humboldtbanner und Hakenkreuzfahne miteinander vereint. Dadurch wird das als Gegensymbol gemeinte Banner von Anfang an kompromittiert.
8. April 1935 Humboldtfeier für die Öffentlichkeit in der Aula der Schule. Wie schon am 4. April preist Wilhelm Blume den Humanisten Humboldt zugleich als Geistesverwandten der Nazis.
Schuljahr 1935/36 Gleichschaltung der Eltern- und Schülerräte und Bildung von sog. Schulgemeinden mit Jugendwaltern zur Stärkung des Einflusses der NSDAP und der HJ auf das Schulleben.
Schuljahr 1936/37 Leben und Unterricht stehen stark im Zeichen der Olympischen Spiele in Berlin. Die von der Schulleitung und den Jugendwaltern herausgegebenen "Schulgemeindeblätter" feiern z.B. den "neuen Geist im Turnen". Preisausschreiben für "Pimpfe" werden ausgerufen, Preisverleihung ist am 30. Januar, dem Tag der NS-Machtübernahme.
Schuljahr 1937/38 Im Zuge der offiziellen Schulreform beginnt der Umbau der Schule zu einer "Oberschule für Jungen". Neue Lehrpläne speziell für Deutsch, Geschichte, Biologie; Streichung des 13. Schuljahrs ab 1938. In der untersten Klasse wird statt mit der französischen erstmalig mit der englischen Sprache begonnen. Häufige Lehrerabsenzen infolge militärischer Übungen einschließlich von Segelflieger- oder Luftschutzkursen. Zunehmende Beurlaubungen von Schülern zu Spalierbildung, Aufmärschen und Führerkursen machen sich im Unterricht störend bemerkbar.
3. September 1938 "Großdeutscher Tag" der Humboldtschule zur Feier des sog. "Anschlusses" Österreichs mit ca. 2000 Besuchern. Turn- und Sportfest, szenische Darbietungen aus Literatur und Historie (Walther von der Vogelweide, Grillparzer, Türkenbelagerung Wiens), Festzug, Praterrad auf dem Schulhof, Großglockner-Besteigung zum Turm, Grinzing in der Turnhalle. Blume hält wie sonst auch die maßgeblichen Reden, in denen er "klassischen Geist" und NS-Ideologie miteinander verquickt.
ab 1938 Umbenennung des Graf-Roedern-Korso in Hatzfeldtallee. Graf Hatzfeldt war Diplomat unter Bismarck.
Schuljahr 1939/40 Deutschland eröffnet den 2. Weltkrieg. 15 Lehrkräfte werden eingezogen. Deutsch- und Geschichtslehrer Dr. Beinhoff und zwei ehemalige Abiturienten fallen bereits im Polenfeldzug 1939. -
7 Klassen werden zur Erntehilfe in den Kreis Templin beordert. Kürzung des Unterrichts um 100 Stunden. Turnhalle als Getreidespeicher.
Schuljahr 1940/41 Aus militärischen Gründen wird die Stundenzahl der sprachlichen Fächer zugunsten der naturwissenschaftlichen gekürzt. Beeinträchtigungen im Schulleben durch Ferieneinsatz der Lehrer, Luftschutzschulwache bei Tag und Nacht, Sammeltage für Altmaterial, Kastanien, Eicheln. Verschickung von Klassen durch die NSV nach Marschallsfelde, Warthegau.
Schuljahr 1941/42 Die Notdienstverpflichtung der Schüler für den Kriegshilfsdienst in der Luftwaffe beginnt auch die 16- und 17-jährigen zu erfassen. –
Rheinmetall-Borsig errichtet ein Lager für russische Zwangsarbeiter am Bahnhof Tegel, jenseits der heutigen Gorkistraße (damals Dietrich-Eckart-Straße).
1943 Wegen der zunehmenden Luftangriffe dürfen sich die Schüler nur noch zu kurzen "Schulappellen" versammeln. Der Versuch, nach alarmfreien Nächten eine Doppelstunde anzuhängen, wird verboten, damit bei den Eltern nicht der Eindruck entsteht, im Heimatort sei wieder eine unterrichtliche Versorgung zu erwarten.
30. Juli 1943 Der NS-Ortsgruppenleiter gibt in der Aula bekannt, dass mit der geschlossenen Verlegung der Restschule nach außerhalb zu rechnen sei, die Klassenleiter würden bei ihren Klassen bleiben.
Oktober 1943 230 Schüler leben bei Verwandten und besuchen in deren Wohnort die Schulen; 275 Schüler sind seit dem 23. Oktober mit 19 Lehrerinnen und Lehrern im KLV-Lager Binz in zehn Villen untergebracht. 125 Schüler der Oberstufe sind in der Nähe von Oranienburg bei der Flakscheinwerferabteilung 148 eingesetzt und kommen 3 Tage in der Woche in die Humboldtschule zum Unterricht.
November 1943 Luftminen zerstören große Teile des Schulgebäudes. 11 Flakhelfer aus Pirna verlieren ihr Leben. Die Humboldtklassen werden in der Hans-Thoma-Schule in Hermsdorf untergebracht.
Januar 1945 Die Belegung der Hans-Thoma-Schule durch Volkssturm zwingt die dortigen Klassen sich in einer Baracke in Hermsdorf einzurichten. Dort werden illegal zwei Unterklassen aufgemacht. Diese Rumpfschule wächst an, da später Schüler aus allen Teilen Berlins am Unterricht teilnehmen.
8. April 1945 Die Lehrer Heine, Sauerland, Wölkerling und ihre Kollegen bringen angesichts der vorrückenden Roten Armee die in Binz verbliebenen 180 Humboldtschüler nach Dänemark, wo sie von Dänen und Briten später in Oxbøl interniert werden. Oberstudienrat und Parteigenosse Dr.Hübner setzt sich zuvor ab.
20. April 1945 Die Humboldtschule wird in Erwartung der bevorstehenden Einnahme Berlins durch sowjetische Truppen geschlossen. Luftwaffenhelfer lesen die "Hirtennovelle" von Ernst Wiechert, der zeitweilig im KZ Buchenwald inhaftiert war und Schreibverbot hatte.
23. April 1945 In der Schule untergebrachte Zwangsarbeiter zerstören im Moment ihrer bevorstehenden Befreiung Schulinventar.
17. Mai 1945 Schreiben des neuen Bürgermeisters an Wilhelm Blume, die Wiedereröffnung der Schule in die Wege zu leiten.
21. Mai 1945 Nach öffentlichem Anschlag melden sich 234 Schüler zur Humboldtschule.
1. Juni 1945 Schuleröffnung in der teilzerstörten Aula. Lange Zeit behelfsmäßiger Unterricht, keine Geschichte, keine Erdkunde, keine Biologie. Antifaschistische Schulhelfer und ehemalige, pensionierte Lehrer helfen beim Neuanfang.
1. Juni 1945 Schuleröffnung in der teilzerstörten Aula. Lange Zeit behelfsmäßiger Unterricht, keine Geschichte, keine Erdkunde, keine Biologie. Antifaschistische Schulhelfer und ehemalige, pensionierte Lehrer helfen beim Neuanfang.
Sommer 1945 Keine Ferien. Unterricht in den Klassenstufen 1 bis 8 (5.-12.Klasse). Fehlendes Schulinventar wird von Scharfenberg herangeschafft. Schulspeisung erst ab Ende 1945.
Sept./Okt. 1945 Elternabende: Blume erklärt die neuen Erziehungs- und Demokratiegrundsätze.
Feierstunden für die Opfer des Faschismus (OdF)
15. September 1945 Blume, der am 17.5. den Auftrag erhalten hatte, "die Schulfarm Scharfenberg wieder instand zu setzen", eröffnet dort mit 70 Schülern und 3 Lehrern den Unterricht.
Mitte September 1945 Erste genauere Nachrichten über den Verbleib der in Dänemark internierten Schüler und Lehrer
15. Oktober 1945 Einschulung der Neulinge (175 Schüler in 4 Klassen). Endgültige Zuordnung aller Schüler zu Klassenstufen erst im November, nach einer Übergangszeit.
Eröffnung des Schulfunks
Okt./Nov. 1945 Ausstellung in der Kopenhagener Str. "Kinder sehen den Krieg" (antifaschist. Zeichenwettbewerb der R'dfer Schulen)
7. Januar 1946 Lehrerkonferenz nach den Weihnachtsferien:
Ämter: Dr. Engelhardt als Vertreter des Direktors, Herr Uttpott für die Schulspeisung zuständig (später Herr Boschke). 40 Stiefelsohlen werden bedürftigen Schülern zur Verfügung gestellt. Klagen über nachlassende Disziplin.
"Bis zum 28.1. ist ein Bericht über die Behandlung des Nürnberger Prozesses einzureichen."
Januar 1946 Kalter Winter: Für die Beheizung der seit Dezember 1945 in den Klassen aufgestellten eisernen Öfen werden Streichhölzer gebraucht. Die Klassenleiter sollen von jedem Schüler je 1 bis 2 Streichhölzer mitbringen lassen.
22. Januar1946 Pestalozzi-Feier der Humboldtschule wegen der Bauschäden in der Aula im Gesangssaal der Gabriele-von-Bülow-Schule
5. Februar 1946 Die Klassen 5-8 besuchen geschlossen den KZ-Film "Lager des Grauens".
6. April 1946 Schulchor aus der Taufe gehoben
April 1946 Das Amtsblatt von Berlin-Reinickendorf verzeichnet Straßenumbenennungen nach Widerstandskämpfern. Die Hatzfeldtallee heißt bis ins Jahr 1948 hinein Hans-und-Hilde-Coppi-Allee, der Tiele-Brügge-Weg nun Otto-Haase-Straße.
1. Juni 1946 Aulafeier: Ein Jahr neue Schule - Proben aus allen Schulgebieten, Streichtrio, Schulchor.
4. Juni 1946 Wilhelm Blume nennt vor dem Kollegium seine "4 Wünsche":
Pflege des Worts / ethische Ausrichtung des Unterrichts / Werte des Auslands vermitteln / "mit den Dingen handgemein werden".
22. Juli 1946 Erstes Abitur nach dem Krieg. Alle 9 Kandidaten bestehen die Prüfung.
24. Juli 1946 Großer Elternabend in der Aula: "Ein Jahr weiter Schule".
Chor. Blume erläutert seine Ziele vom 4. Juni. Szenische und lyrische Darbietungen, darunter auch das Glaubensbekenntnis "Our Democratic Creed".
September 1946 Lehrer-Vorbereitungskurse für die Wiederaufnahme des Geschichtsunterrichts
21. September 1946 Aula-Gedenkstunde für die Opfer des Faschismus unter Leitung von Dr. Engelhardt. Zum Vortrag kommen Texte von Thomas von Aquin, Platon, Rosa Luxemburg, Albrecht Haushofer, Max Herrmann-Neisse, Günter Weisenborn sowie letzte Briefe zum Tode Verurteilter.
23./27. September 1946 Schriftliche und mündliche Aufnahmeprüfungen. 114 Schüler werden aufgenommen, 86 abgelehnt.
Oktober 1946 Es fehlen Schulbänke für die Neulinge. Wahl der Fremdsprache durch die Eltern; überwältigender Wunsch nach Englisch als 1. Fremdsprache.
12. Oktober 1946 Wilhelm Blume wird zum Leiter der neu gegründeten Pädagogischen Hochschule Groß-Berlin berufen.
16. Oktober 1946 Ende des Nürnberger Prozesses durch Hinrichtung. Versammlungen der Klassen 2-3 und 4-8 in Gesangssaal und Aula. Blume verweist auf die Bedeutung der "ewigen Menschenrechte".
Nov./Dez. 1946 Einrichtung von Arbeitsgemeinschaften für Schüler
Januar 1947 Probleme mit der Heizung. Öfen werden in Klassenräumen aufgetellt. Schulspeisung verbessert (Käse und Schokolade durch die Alliierten).
13. Februar 1947 Mündliches Abitur, Vorsitz nochmals Blume, seine Verabschiedung im Rahmen der Abiturientenentlassung im Gesangssaal am 13. März. Dr. Richter als designierter Nachfolger.
27. März 1947 Dr. Wilhelm Richter übernimmt die Leitung der Humboldtschule.
15. April 1947 Rückkehr der in Oxbøl internierten Lehrer und Schüler
1. November 1947 Zum letzten Mal Aufnahme von Schülern in die 5. Klasse
1. Dezember 1947 Wiedereinführung des Geschichtsunterrichts
Juli 1948 Vorläufige Wiederherstellung des zerbombten Südflügels des Schulgebäudes
18. Dezember 1948 Weihnachtsliedersingen der Schüler und Eltern in der ungeheizten, durch Kerzen ärmlich beleuchteten Aula
24. Januar 1949 Dr. Richter übernimmt an Stelle von Wilhelm Blume die Leitung der Pädagogischen Hochschule in West-Berlin.
25. Januar 1949 Kommissarische Leitung der Schule durch die Kollegen Küchling und Kahl. Die Schülerzahl sinkt im Laufe der nächsten Zeit von 920 Schülern im Jahre 1948 auf 329 im Mai 1951. Zugunsten der geplanten "Einheitsschule" sollen die wissenschaftlichen Oberschulen (Gymnasien) erst ab Klasse 9 beginnen.
18. März 1950 Vierter Direktor der Humboldtschule wird Hellmut Kahl.
1. Juli 1950 Beginn der Wiederaufbauarbeit am und im Schulgebäude.
Juli 1950 Zwei öffentliche Bachkonzerte des Schulchores und des durch einige Freunde der Schule verstärkten Orchesters begeistern mehr als 800 Besucher. Die Klassenzahl sinkt, 11 von 23 Lehrkräften werden an den umliegenden Grund- /Volksschulen in den Klassen 5-7 beschäftigt.
Schuljahr 1951/52 Im Laufe des Sommers finden als erste Klassenfahrten drei Reisen in den Böhmerwald, das Weserbergland, das Rheinische Schiefergebirge statt. Neues Schulgesetz: Oberschulen wissenschaftlichen Zweiges (OWZ) ab 7. Klasse. Das 13. Schuljahr (Oberprima) wird wieder eingeführt. Die Schülerzahl steigt auf 483, darunter 46 Mädchen.
18. Februar 1952 Die Humboldtschule erringt als beste Berliner Schule im Geräteturnen den Wanderpreis des Senats.
1. März 1952 Vorläufiger Abschluss der Wiederherstellungsarbeiten in der Schule
12. August 1952 Unter erheblicher Beschränkung der Fächer im letzten Schuljahr versucht die Humboldtschule als einzige Berliner Schule vorübergehend eine neue Form des 13. Schuljahres zu erproben.
16. bis 21. Mai 1953 Festtage zur 50-Jahrfeier der Humboldtschule. Rede Kahl: "Erziehung zum Geistigen"; Rede Blume über beide Humboldts; es gehe darum, die "Sphären der Natur- und Geisteswissenschaft (...) zu einem geschlossenen Weltbild (zu) runden".
Die Festschrift geht diskret über die NS-Zeit hinweg. Ausstellung "Erdöl". Aktivitäten der "Spielschar" (Schultheatergruppe).
1953/1954 Die Humboldtschule erringt die beiden Sportwanderpreise des Senats (beste Ruder-Riege, beste Schule im Geräteturnen) - Verdienst des Turn- und Sportlehrers Hans Hollwitz.
Oktober 1954 Die Schülerzeitung "Der Kneifer" erscheint. 65 Nummern sowie Sonderhefte bis 1961
Dezember 1954 Eine von Schülern und Ehemaligen gestaltete Kunstausstellung hat in acht Tagen rund 1100 Besucher. – Letztes Abendkonzert des Humboldt-Quartetts mit Klaus Bednorz, 1. Violine, Jürgen Goetz, 2. Violine, Günther Lösch, Cello und Oberstudienrat Hans Heine, Bratsche.
Schuljahr 1955/56 Umfangreiche Bauarbeiten im Gebäude und an der Fassade. Das Bauamt nimmt eine vollständige Neuvermessung der Schule vor.
Pensionierung der dienstältesten Kollegen Wölkerling (März 1955), Sauerland und Heine (März 1956). Nochmals spielt das Quartett. - Ende des Russischunterrichts in der Mittelstufe.
1957/1958 Eröffnung nur einer 7. Klasse, die Beschränkung der Schule auf den sprachlichen Zug droht.
1. Februar 1959 Hellmut Kahl stirbt an einem Herzinfarkt im Alter von 52 Jahren. Frau Dr. Lehmann leitet die Schule kommissarisch.
1. April 1959 Gründung der Vereinigung der Freunde der Humboldtschule Tegel' (VdFHT), in die der 1949 gegründete "Sozialfonds der Humboldtschule", 1957 umgewandelt in den "Sozial- und Studienfonds der Humboldtschule", aufgeht.
10. Oktober 1959 Übernahme der Schulleitung durch Dr. Werner Hartkopf, zuvor stellvertretender Schulleiter in Scharfenberg
1959/1960 Die Schule schrumpft auf 13 Klassen mit 343 Schülern (geburtenschwache Jahrgänge) und 22 Lehrern. Zeitweilige Beschränkung auf den sprachlichen Zug.
2. Februar 1960 Antrittsrede Hartkopfs. Er breitet vor Kollegium und Schülern seine Grundsätze zu Erziehung und Bildung aus und kündigt programmatisch Reformschritte an. Ende des Monats Denkschrift an das Bezirksamt zur Einrichtung eines Kern-Kurs-Modells, damit die Schule zweizügig bleiben kann.
1960 Die Schulzeitung "Rostra" wird von Werner Hartkopf dem "Kneifer" entgegengestellt, um eine Zeitung zu etablieren, die den Geist einer echten "Schulgemeinde" repräsentiert.
7. April 1960 Am Vorabend des 125. Todestages Wilhelm von Humboldts findet ein Fackelzug zum Humboldt-Grab mit einer Kranzniederlegung statt. Die ganze Schule ist einbezogen. Hartkopf deutet das Humboldtbanner von 1935 als Widerstandssymbol. Er und Blume gehen über die tatsächliche Verquickung der Bannerweihe mit der NS-Symbolik schweigend hinweg.
Auf der Gedenkfeier in der Aula überreicht Wilhelm Blume dem Abiturienten Jürgen-Peter Malies den von ihm gestifteten Humboldt-Preis für seine Arbeit über die Staatstheorie Wilhelm von Humboldts.
Schuljahr 1960/61 Wiedereinführung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Zuges. Beginn einer Mittelstufenreform (Kern-Kurs-System) als Schulversuch, dessen Ergebnisse später in die Senatsplanung einfließen. - Einführung einer philosophischen Arbeitsgemeinschaft in den 13. Klassen in der Form des Zweilehrerunterrichts
13. August 1961 Bau der Berliner Mauer. Ein Abiturient des Jahrgangs 1961 wird beim Hantieren mit einem Sprengsatz tödlich verletzt..
Oktober 1961 Schüler (unter ihnen besonders Jens Naumann) organisieren die erste Veranstaltungswoche in einer Reihe über die Dritte Welt: "Asien - Kontinent der Entscheidungen". Vorträge und eine Ausstellung ziehen über 1200 Besucher an. Es folgen 1962 und 1963 Wochen über Afrika und Lateinamerika.- Die Schule erhält einen Fernsehapparat.
19. Oktober 1961 RIAS-Bildungsfunkdiskussion mit dem damaligen Innensenator Joachim Lipschitz nach dem Bau der Berliner Mauer
1961/1962 Zahlreiche Veranstaltungen, darunter "Das Hausgespenst" von Plautus, Hausmusikabend. Hartkopf-Vortrag "Der Bildungsauftrag der wissenschaftlichen Oberschule in unserer Zeit"
Oktober 1962 "Afrika - Kontinent der Zukunft"
27.-30. September 1962 Religionsphilosophische Tage
1962-1964 Von der VdFHT unterstützt erscheinen die "Humboldthefte" über erziehungswissenschaftliche und bildungspolitische Probleme.
15. Juni 1962 In der Aula der Humboldtschule diskutieren 150 Reinickendorfer Schülerinnen und Schüler (darunter 15 Vertreter der Humboldtschule) mit dem Regierenden Bürgermeister Willy Brandt.
15. Oktober 1962 RIAS-Bildungsfunkdiskussion mit Wolfdietrich Schnurre, ein Vierteljahr später mit dem Rußlandexperten Klaus Mehnert
Oktober 1963 "Lateinamerika - ein vergessener Kontinent?" Wie in den Jahren zuvor werden wertvolle Ausstellungsstücke aus Berliner Museen gezeigt. Expertenvorträge
28. November 1963 RIAS-Bildungsfunkdiskussion mit Uwe Johnson. Johnson liest zuvor aus "Mutmassungen über Jakob".
1964-1968 Vortragsreihe ehemaliger Schüler und Lehrer zum Thema "Die Welt unserer Tage" – Reiseberichte über Israel, USA, Sowjetunion, Japan, Lateinamerika, Griechenland, Sizilien, Türkei, Tunesien, Libyen
8. Februar 1964 Zum 80. Geburtstag wird Wilhelm Blume von Vertretern des politischen und des kulturellen Lebens geehrt.
15. Oktober 1964 Der ehemalige Humboldtschüler Joachim Werner (Abitur 1960) erringt bei den Olympischen Spielen in Tokio auf Nummer 2 im deutschen Olympiavierer die Goldmedaille im Rudern.
November 1964 Die Theatergruppe unter Herrn Kindermann führt Friedrich Dürrenmatts "Herkules und der Stall des Augias" auf.
Januar 1965 Die Kultusministerkonferenz genehmigt das Humboldt-Scharfenberg-Modell für die Oberstufe (Abitur-Wahlleistungsfach) als Schulversuch ab Ostern 1965. In den Folgejahren kann man den Erfolg dieses Versuchs am besseren Notendurchschnitt ablesen.
12. Februar 1965 Neueinführung des Elternsprechtags
Frühjahr 1965 Anlässlich einer Bücherspende der SPD für die zeitgeschichtliche Bücherei der Schule diskutiert der SPD-Politiker Franz Neumann mit Humboldtschülern.
13. März 1965 RIAS-Bildungsfunkdiskussion mit Gerhard Zwerenz
Oktober 1965 Eine "Slawische Woche", organisiert von der SMV, setzt die Veranstaltungen fort, die der Schule den Ruf einer kleinen "Urania des Nordens" eintragen. Zahlenlotto-Spende von 1500 DM.
Schuljahr 1965/66 Die Anziehungskraft der Schule erweist sich in der wieder wachsenden Schülerzahl: 441 Schüler in 19 Klassen.
19. Februar 1966 Schüler der Humboldtschule siegen in Berlin beim politischen Wettstreit des SFB "Mitgemacht – mitgedacht".
März 1966 Die Theatergruppe unter Herrn Kindermann führt Max Frischs "Biedermann und die Brandstifter" auf.
April 1966 Beginn des Schüleraustauschs mit dem Gymnasium Roskilde in Dänemark
16. September 1966 RIAS-Bildungsfunkdiskussion mit Schulsenator Evers und im März 1967 mit dem Schriftsteller Wolfgang Weyrauch
11. März 1967 Ball Seeterrassen
1967 Im Wettbewerb "Jugend forscht" gehen ein erster und ein zweiter Preis an Schüler der Humboldtschule (Chemie) - ein Erfolg der Einführung von Wahlleistungsfächern an dieser Schule.
1. April 1967 Der siebzehnjährige Michael Utpott wird bei den Jugend- und Juniorenmeisterschaften im Judo Europameister im Leichtgewicht.
Juni 1967 Anlässlich seines 200. Geburtstages wird Wilhelm von Humboldt durch Vorträge, Ausstellungen und einen Fackelzug geehrt. Hartkopfs Festhalten an dem Zeremoniell des Fackelzugs führt zu Kontroversen im Kollegium. Das Mitführen des Humboldtbanners von 1935 wird abgelehnt.
Schöne Fotoserie über das Humboldtschloss (Foto-AG bei Herrn Fischer)
26. September 1967 / 23. März 1968 Günter Grass diskutiert im RIAS-Bildungsfunk mit Schülern unserer Schule. Im gleichen Zeitraum führt die politische Arbeitsgemeinschaft Gespräche mit prominenten Politikern: Borm (FDP), Mattick (SPD), Lemmer (CDU), Oxfort (FDP), Amrehn (CDU) und dem Regierenden Bürgermeister Klaus Schütz.
1967/68 Die neu aufgelegte Schülerzeitung "Der Kneifer" entwickelt sich unter neuer Redaktion zu einem politisch interessanten und eigenständigen Blatt. Über die Verwendung einer Geldspende durch Günter Grass kommt es zu schweren Konflikten mit dem Schulleiter.
zum 1. Januar 1968 Hellmuth Fischer veröffentlicht eine Neujahrskarte mit der Fotomontage einer "unendlich" vervielfältigten Humboldtschule – Prognose für das Jahr 2000.
1968 Wegen der Mai-Unruhen in Frankreich Absage einer Schülerfahrt. - Wie an den meisten Berliner Schulen erreichen die anti-autoritären Studenten- und Schülerproteste auch die Humboldtschule und führen zu heftigen Auseinandersetzungen um die Referendarin Dr. Dahle. - Das Rauchverbot wird aufgehoben. Während Schüler der 12. und 13.Klassen die Einverständniserklärung der Eltern benötigen, müssen die Schüler der 10. und 11. Klassen, die älter als 16 Jahre sind, einen Antrag der Eltern auf "Zulassung zum Schulrauchen" vorweisen. - "Jugend forscht"- Erfolge: Die Humboldtschule stellt den ersten, zweiten und dritten Landessieger (Chemie, Biologie). Sporterfolge in der Leichtathletik und im Fußball (Berliner Meister). – Das Anwachsen der Schülerzahlen auf 650 führt zu Raumproblemen und Umbauarbeiten, die für das folgende Jahrzehnt den Alltag der Schule bestimmen.
14./15. März 1968 Die Theatergruppe unter Herrn Kindermann führt Molières "Scapin und seine Streiche" auf.
Schuljahr 1968/69 Schaffung eines "Lehrerbeirats" zur Beratung des Direktors.
17. Oktober 1968 RIAS-Bildungsfunkdiskussion mit Paul Schallück und am 26. Februar 1969 mit Peter Handke
Ende 1968 Werner Hartkopf entscheidet sich zum Rücktritt von seinem Schulleiterposten, die Turbulenzen und antiautoritären Proteste von 1968 zum Anlass nehmend.
28. März 1969 Verabschiedung Dr. Werner Hartkopfs. Neuer Schulleiter wird Hans-Joachim Starck, der seit 1960 an der Schule tätig ist.
Ostern 1969 Endphase der Umbauarbeiten in den Fachräumen Physik.
W. Hartkopf verabschiedet sich von den Eltern mit einem Vortrag über die "aktuelle Krisensituation in Erziehung und Schule".
14. September 1969 Aus Anlass des 200. Geburtstags Alexander von Humboldts werden in einer offiziellen Feierstunde, an der auch der Regierende Bürgermeister teilnimmt, Kränze am Humboldt-Grab niedergelegt.
Schuljahr 1970/71 Die ehemalige Loggia der Schule (Nordseite) wird "Stillraum" fürs Kollegium. Die Aula erhält eine neue Bestuhlung.
Im Sommer 1970 gehören der Schule 54 Kollegen inkl. Referendare an.
21. Mai 1970 Feier zum zehnjährigen Bestehen der VdFHT. Die Bundestagsabgeordnete Marie Schlei hält ein Referat über die Bedeutung der Elternmitarbeit.
August 1970 Die Humboldtschule wird im Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" Landessieger in der Leichtathletik.
26. August 1970 Bundespräsident Gustav Heinemann besucht im Rahmen seines Berlin-Besuchs die Humboldtschule und diskutiert mit Oberstufenschülern.
November 1970 Zum dritten Mal hintereinander erringt eine Mannschaft der Humboldtschule im Schul-Fußball den Titel des Berliner Meisters.
17. November 1970 Im Alter von 87 Jahren stirbt Wilhelm Blume, Gründer der Schulfarm Insel Scharfenberg, Leiter der Humboldtschule (1932-1946) und Gründungsrektor der Pädagogischen Hochschule Berlin.
28. November 1970 Beethoven-Feier.
Ostern 1971 Beginn der Umgestaltung der Fachräume Chemie. Unter Einbeziehung eines Teils des Flures können die Räume völlig neu angeordnet werden. Es entstehen neben einem modernisierten Unterrichtsraum mit 36 Schülerplätzen, die sämtlich Wasser-, Gas- und Stromanschluss haben, ein Labor mit 22 Plätzen sowie Vorbereitungs- und Sammlungsraum. Zugleich wird die Erweiterung des Lehrerzimmers in Angriff genommen.
Schuljahr 1971/72 Streit um die neue Disziplinarordnung.
25. Juli 1971 Unter Leitung von Frau Bruchertseifer führt die Theater-AG Dürrenmatts "Romulus der Große" auf.
Schuljahr 1972/73 Besetzung der neuen Leitungspositionen der Studiendirektoren und des Pädagogischen Koordinators.
1972 Zu Beginn des Schuljahres erhält die Schule eine eigene Reprostation, in der Unterrichtsmaterialien vervielfältigt werden. - Ein Humboldtschüler erringt den ersten Preis im Wettbewerb "Jugend forscht" (Physik).
Ostern 1972 Beginn der Renovierung der alten Turnhalle, vor allem hygienische Umkleide- , Dusch- und Toilettenräume entstehen, die Halle erhält eine schallschluckende Decke. Zugleich gewinnt die Schule nach Zumauern des Südportals einen großen neuen Klassenraum im Erdgeschoss.
27. Mai 1972 RIAS-Bildungsfunkdiskussion mit Max von der Grün
1973 Unter der Schülerschaft Aktivitäten von Maoisten, SEW-Anhängern.
April 1973 Mit fünf anderen Berliner Gymnasien erhält die Humboldtschule die Genehmigung, nach einer kurzen Einführungsphase im August mit dem ersten Jahrgang in das Kurssystem der reformierten Oberstufe einzutreten. Die übrigen Berliner Gymnasien beginnen erst im Februar 1974 mit der neuen Schulform. Neben der reformierten Oberstufe mit 73 Schülern bestehen 28 Klassen mit 809 Schülern (536 jungen, 273 Mädchen).
13. November 1972 Ein Herbststurm beschädigt das Dach der Schule erheblich.
Sommerferien 1973 Der Fachbereich Biologie macht im Dachgeschoss Platz für Kunst- und Musikräume. Trennwände im Musiksaal des 1.Stocks. Neue Toiletten für Mädchen.
Februar 1974 Herr Brätz, letzter Heizer der Schule, begeht sein 25-jähriges Dienstjubiläum und geht in Rente.
12. März 1974 RIAS-Bildungsfunkdiskussion mit Gabriele Wohmann
Sommer 1974 Die Humboldt-Mannschaft im Schulfußball wird Berliner Meister und erringt auch den dritten Platz im Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia.
Frühjahr 1975 Nach dem Ausbau der Kellerräume erhält die Humboldtschule neben neuen Fachräumen für Biologie und Werken ein modernes Sprachlabor mit 25 Plätzen, in dem zwei Gruppen unabhängig voneinander unterrichtet werden können. Die Hausmeisterfamilie zieht aus dem Kellergeschoss ins erste Stockwerk, in den Teil der ehemaligen Direktorenwohnung, die zwischenzeitlich öffentliche Bibliothek war.
7. April 1975 Günther Lowack, über zwanzig Jahre Hausmeister der Schule, stirbt im Alter von 52 Jahren. Nachfolger wird sein Sohn Jürgen.
Schuljahr 1974/75 Die Humboldtschule erprobt mit dem Lessing-Gymnasium das Fach Berufswahlunterricht und führt es 1977 endgültig ein.
1975 Das für Berlin vom Abgeordnetenhaus beschlossene Schulverfassungsgesetz beeinflusst das Schulleben in entscheidender Weise, indem es die Mitbestimmungsrechte aller Gruppen regelt. In der Schulkonferenz sind Eltern- und Schülervertreter paritätisch neben dem Schulleiter und Lehrervertretern stimmberechtigt. Weitere Gremien und zahlreiche Konferenzen erfordern nunmehr einen erhöhten Zeit- und Arbeitsaufwand von Eltern, Schülern und Lehrern.
16. Juni 1975 Festveranstaltung aus Anlass der 25-jährigen Tätigkeit der VdFHT mit einem "Tag der offenen Tür", an dem die neuen Fachräume sowie die von der VdFHT angeschafften Geräte besichtigt werden.
19. Juni 1975 Elternvertreter nehmen erstmals als Beobachter an Abiturprüfungen teil. Sie loben die sachliche Prüfungsatmosphäre und den Wegfall des früher üblichen feierlichen Anstrichs.
4. Dezember 1975 RIAS-Bildungsfunkdiskussion mit dem Berliner Bürgermeister Hermann Oxfort
Schuljahr 1975/76 Die Humboldtschule erringt sportliche Erfolge. Unter anderem: Berliner Meister im Schulfußball 1975 und 1976, gute Platzierungen bei "Jugend trainiert für Olympia".
Frühjahr 1976 Nach einem Herzinfarkt muss Hans-Joachim Starck der Schule bis zum Sommer fernbleiben. Die Geschäfte führt sein Stellvertreter Knut Cichonczyk.
Mai 1976 Die Gesamtschülervertretung vermittelt Nachhilfeunterricht für Schüler aus den Klassen 7-10. Der Unterricht wird von Schülern der Sekundarstufe II erteilt.
August 1976 Nach 18-jähriger Tätigkeit an der Humboldtschule geht Ilse Mayr in Pension. Sie war Abiturientin des Jahrgangs 1932 und seit 1958 als Sekretärin der "gute Geist" der Schule. Nachfolgerin wird Frau Köchy. Im selben Monat wird Werner Hartkopf zu seinem 70. Geburtstag geehrt.
8. November 1976 Schüler der Humboldtschule sind Preisträger des Gustav-Heinemann-Preises mit ihrer Arbeit zum Thema "Demokratischer Neubeginn 1945/46".
23. November 1976 RIAS-Bildungsfunkdiskussion mit Horst Krüger
Ende 1976 / Anfang 1977 Nach politisch motivierten Auseinandersetzungen unter Humboldtschülern beginnen Vorbereitungen zur Gründung einer neuen Schülerzeitung, die zunächst der Berliner Schüler Union nahesteht. Im Januar 1977 dann erscheint die Nr.1 des "Hermes", der es in 12 Jahren auf ingesamt 62 Hefte plus einige Sondernummern bringen wird. Herausragende Redakteure sind Klaus von Lampe und später Carsten Kühntopp.
1977 Nach langjährigem Rechtsstreit mit dem Land Berlin bestätigt das Landgericht den Anspruch der VdFHT auf rund 61.500,- DM, die Erich Wölkerling (an der Schule 1920-1955) der Humboldtschule testamentarisch vermacht hat. Die VdFHT soll eine "Wölkerling-Stiftung" errichten und verwalten, deren Zinsen jedes Jahr zu Ostern an würdige und bedürftige Schüler (so das Testament) verteilt werden sollen.
15. März 1977 Hausmusikabend der Humboldtschule
10. Juni 1977 RIAS-Bildungsfunkdiskussion mit Kurt Gscheidle, Bundesminister für Post und Verkehr
August 1977 Die Humboldtschule zählt zu den besten Schulen in den Landesausscheidungen für das Jugendfinale "Jugend trainiert für Olympia".
1. Oktober 1977 Der alte Waidmannsluster Damm zwischen Ziekowstraße und S-Bahn erhält in einer kleinen Feierstunde den Namen Wilhelm-Blume-Allee. Ansprache von Werner Hartkopf.
Nov./Dez. 1977 Große Beachtung findet eine Reihe von Bach-Abenden, die auf Initiative und unter Mitwirkung von Joachim Richter-Reichhelm zugunsten des Diakonie-Zentrums Heiligensee stattfinden.
6. November 1977 Im 68. Lebensjahr stirbt Karl Giersdorf, langjähriger stellvertretender Schulleiter.
29. November 1977 Die Humboldtschule wird zum zehnten Mal Berliner Meister im Schulfußball.
11. April 1978 Die Schule hat 896 Schüler, 550 Jungen und 346 Mädchen. Sie werden unterrichtet von 82 Lehrern
5.- 11. Mai 1978 Festtage zur 75-Jahrfeier der Humboldtschule mit einer Fülle von Aktivitäten.
Die umfangreiche Festschrift erscheint erst nach Beginn der Festwoche.
Schuljahr 1978/79 921 Schüler; Abiturtermine im Dezember und Juni
Okt./Dez. 1978 Auf Initiative und unter Mitwirkung von Joachim Richter-Reichhelm werden mit großem Erfolg vier Kammermusikabende zugunsten des "Förderkreises körperbehinderter Kinder e.V." an der Alfred-Brehm-Schule in Tegel durchgeführt.
19. Oktober 1978 Aufstellung und Einweihung des Humboldtsteins
7. November 1978 RIAS-Bildungsfunkdiskussion mit dem Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Heinz Galinski
Dezember 1978 Die Elternvertretung siegt im Streit um die Erhaltung des Faches Wirtschaftswissenschaften für die Humboldtschule.
4. Dezember 1978 RIAS-Bildungsfunkdiskussion mit dem Bundeswirtschaftsminister Graf Lambsdorff.
27. Februar 1979 Humboldtschüler diskutieren mit dem Schriftsteller Günter Grass über den Roman "Der Butt".
März 1979 Humboldtschüler führen an vier Abenden Carl Orffs Oper "Die Kluge" auf. Der Schüler Thomas Daue erringt den ersten Preis im Landeswettbewerb "Jugend forscht" auf dem Gebiet Technologie.
Mai 1979 Der Schüler Andreas Genrich wird im Landeswettbewerb "Jugend musiziert" ebenfalls mit dem ersten Preis ausgezeichnet.
1. Mai 1979 RIAS-Bildungsfunkdiskussion mit dem Schriftsteller Ephraim Kishon
5. Mai 1979 Festveranstaltung der VdFHT anlässlich des dreißigjährigen Bestehens des Elternvereins, Verleihung der Ehrenmitgliedschaft der VdFHT an den früheren Schulleiter Werner Hartkopf und an die frühere Elternausschussvorsitzende Friedel Fielitz. Erstmalige Vergabe der "Wölkerling-Zinsen" an verdiente Schüler der Humboldtschule.
2.-5. Juli 1979 Kalifornische Fußballer zu Gast, Gegeneinladung für 1980. Beginn einer langjährigen Partnerschaft mit der "American Youth Soccer Organisation" (AYSO) durch Norbert Lutz.
9. Juli 1979 Podiumsdiskussion "Gymnasiale Erziehung heute" in der Aula.
13./14. Juli 1979 Hoffest und Sportfest
Schuljahr 1979/80 1028 Schüler; Abiturtermine im Dezember und Juni
Okt./Dez. 1979 Vier Kammermusikabende zugunsten behinderter Jugendlicher wie schon 1977 und 1978. Dem Projekt "Terra est Vita" fließen über 2.500 DM zu. Neben dem Ehepaar Richter-Reichhelm spielen Alexander Kugler und Helga Wolter.
6. Dezember 1979 Besuch einer Gruppe Smolensker Jugendlicher im Rahmen der Kontakte mit der UdSSR.
Dezember 1979 Die Schüler Frank-Rainer Conrad, Andreas Dröscher, Holger Franke, Jochen Groß erzielen mit einer Untersuchung von Schwachstromglühlampen unter 100 Teilnehmergruppen einen achtbaren 7. Platz im Bundeswettbewerb "Jugend testet".
17. Dezember 1979 Schüler organisieren einen Weihnachtsbasar zugunsten der "Aktion Sorgenkind". Vorführung des selbstgeschriebenen Puppenspiels "Lasst die Puppen tanzen" (Herr Kofeld).
19. Januar 1980 Gründung einer Computer-Arbeitsgemeinschaft
11.-15. Februar 1980 Politische Aktionswoche "Nationalsozialismus heute und Rechtsdiktaturen in Lateinamerika"
13. März 1980 RIAS-Bildungsfunkdiskussion mit Wissenschaftssenator Dr. Peter Glotz
19. April 1980 Humboldtschüler diskutieren mit dem Ostberliner Wehrdienstverweigerer Nico Hübner.
Mai 1980 Aufführung der Kriminaloper "Sie war ‚ne gute Frau"
August 1980 Zu Beginn des Schuljahres: 1218 Schüler, davon 307 in den neun 7. Klassen, zwei davon haben Französisch als zweite Fremdsprache. Für vier dieser neuen Klassen muss eine Filiale eingerichtet werden, und zwar in der 28. Grundschule (Rollbergsiedlung). Oberstufenkurse in er Ziekowstraße.
Aug./Sept. 1980 Unter Leitung von Herrn Lutz nehmen 16 Schüler auf Einladung der AYSO (s. 1979) an einem Vier-Nationen-Fußball-Turnier in den USA teil und werden dort Turniersieger. 23 Humboldtschüler besuchen in der UdSSR unter Leitung von Herrn Pegler und Herrn Schubert die Städte Smolensk, Moskau und Leningrad. Beide Reisen markieren langjährige Kontakte zwischen der Humboldtschule und Partnern aus den USA und der UdSSR.
September 1980 Beginn der Autobahn- und Tunnelplanung für Tegel
22. Oktober 1980 Humboldtschüler diskutieren mit dem Berliner Oppositionsführer und Bundestagsvizepräsidenten Richard von Weizäcker.
Okt./Dez. 1980 Auf Herrn Richter-Reichhelms und Herrn Hempels Initiative werden vier Kammermusikabende mit Lesungen unter dem Titel "Das andere Preußen" durchgeführt, als Auftakt zum Preußenjahr 1981. Der Spendenerlös wird der Fürst-Donnersmarck-Stiftung zur Verfügung gestellt.
Dezember 1980 Anschaffung eines Cembalo-Bausatzes
Januar 1981 Stuttgart-Fahrt des PW-Kurses von Herrn Schubert, dort Gespräch mit Willi Bleicher.
16. Februar 1981 RIAS-Bildungsfunkdiskussion mit Justizsenator Meyer
11. März 1981 Eine Folkloregruppe aus dem sibirischen Altaigebiet besucht die Schule.
Mai 1981 An drei Abenden wird Benjamin Brittens Oper "Der kleine Schornsteinfeger" von Schülern aufgeführt.
6. Mai 1981 Dr. Hinrich Lühmann wird nach Wahl durch das Kollegium als Nachfolger für Knut Cichonczyk, der ins Schulamt wechselt, zum Stellvertretenden Schulleiter ernannt.
8. Mai 1981 RIAS-Bildungsfunkdiskussion mit dem Bundesminister für innerdeutsche Beziehungen Egon Franke
Juli 1981 Schüler und Lehrer veranstalten eine "Kreative Woche".
4. August 1981 Im "Nordberliner" würdigt Rudolf Schubert Werner Hartkopf" zu dessen 75. Geburtstag.
17.-30. August 1981 Zwei amerikanische Schul-Fußballmanschaften besuchen, betreut von Humboldtschülern und Herrn Lutz, die Schule.
24. September 1981 Pastor Werner Sperling tritt in den Ruhestand. Ehrung durch das Kollegium.
ab September 1981 Im Herbst, Winter und Frühsommer regelmäßig Musikabende des Fachbereichs Musik. Diese Tradition wird bis heute fortgesetzt.
25. September 1981 "Musik und Lyrik", ein Kammermusikabend mit Rezitationen, gestaltet von Schülern der Humboldtschule
Oktober 1981 An drei Abenden werden die Einakter "Picknick im Felde" von Fernando Arrabal und "Die kahle Sängerin" von Eugene Ionesco von Schülern des LK Deutsch unter Herrn Hempel aufgeführt.
19. November 1981 Die Schüler Frank Mertins, Karl-Heinz Fricke, Steffen Rohde und Uwe Wildenhain belegen in Landes- und Bundeswettbewerben im Fach Mathematik erste und zweite Plätze. Herr Bartel kann für diesen Erfolg den Sonderpreis des Bundesministers für Bildung und Wissenschaft entgegennehmen.
1. Dezember 1981 Eine Jugendgruppe aus der Stadt Smolensk zu Gast
14. Dezember 1981 Humboldtschüler diskutieren mit dem SPD-Fraktionsvorsitzenden Hans-Jochen Vogel.
18. Dezember 1981 Humboldtschüler erringen den 2. Preis im Landeswettbewerb "Jugend testet".
Januar 1982 Humboldtschüler bringen, betreut von Herrn Utpatel und Herrn Dr. Kokavecz, eine Weltzeituhr über dem Eingang zum Atrium an.
5. Februar 1982 Schülerdiskussion mit dem Berliner Innensenator Heinrich Lummer
4. und 26. Februar 1982 In zwei Gesamtkonferenzen streiten Kollegium und Schulleitung über die Frage, ob Schüler wegen der Teilnahme an politischen Demonstrationen entschuldigt werden können. Es geht sowohl um die Nachrüstung der NATO wie um Umweltfragen angesichts des Autobahnbaus durch den Tegeler Forst.
15. März 1982 Schülerdiskussion mit der Berliner Schulsenatorin Dr. Hanna-Renate Laurien, im Umreis heftiger Debatten um die geplante Neuordnung der gymnasialen Oberstufe.
5.-26.6.1982 Humboldtschüler siegen in einem internationalen Fußballturnier; Besuch der Weltausstellung in Knoxville/Tennessee.
Juni 1982 4 Projekttage zum Thema "Frieden" vor Schuljahresende
Schuljahr 1982/83 Modernisierung der Fachräume für Chemie und Physik.
Die Schule leidet unter dem Baulärm am Autobahntunnel. Die Elternvertretung unter Charlotte Wegener setzt sich vehement und schließlich erfolgreich dafür ein, dass die Tunneldecke verlängert wird, um genügend Lärmschutz zu gewähren.
19. November 1982 Schüler der Grundkurse Musik führen selbsterdachte Musiktheaterszenen auf.
Dezember 1982 Abitur: Jörg Müller gelingt es, für alle 113 Abiturienten eine Festschrift mit Widmungen von Prominenten zusammenzustellen.
Januar 1983 Der Grundkurs "Darstellendes Spiel" führt unter der Leitung von Frau Dörn und Herrn Oelke das musikalische Bewegungsspiel "Die Brücke von Tortosa" auf.
Filmwoche 50 Jahre NS-Machtergreifung. Empörung über nationalistische Töne in den Thesen des Landesschulrats Herbert Bath.
März/Mai 1983 Die Schüler Karl-Heinz Fricke und Steffen Rohde werden im Fachbereich Mathematik/Informatik Landes- und Bundessieger im Wettbewerb "Jugend forscht". Im gleichen Wettbewerb wird Christian Franke ebenfalls Landessieger im Fachbereich Technik. Außerdem wird Karl-Heinz Fricke Landes- und Bundessieger im Mathematik-Wettbewerb des "Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft". Die Humboldtschule erhält erneut den Sonderpreis des Bundesministeriums für Bildung und Wissenschaft.
10. März 1983 Schülerdiskussion mit der Ausländerbeauftragten des Senats von Berlin Barbara John
9.-11. März 1983 Der Grundkurs "Darstellendes Spiel" führt unter Frau Dörns Leitung Szenen nach William Shakespeare auf: "Noch ein Sommernachtstraum".
April 1983 Humboldtschüler besuchen das KZ Sachsenhausen (DDR)
2. Mai 1983 Der Schüler-Gig-Doppelvierer mit Steuermann ( M.Eichelbrönner, Ch.Hippe, T.Diepold , M.Scholz und R. Kleinig) belegt bei der Frühjahrsregatta der Berliner Schulen als absolut zeitschnellstes Boot den ersten Platz.
Mai 1983 Beschluss, eine AG Studium Generale einzurichten
1. Juni 1983 Schulvisitation durch die Oberschulräte Hoffmann und Kendzia
Schuljahr 1983/84 Die Humboldtschule hat 113 Lehrer (einschließlich der Referendare) und 1153 Schüler. Sie unterhält weiter zwei Filialen (Hoffmann-von-Fallersleben-Schule und Schule In den Rollbergen).
August 1983 US-Fußballer wieder zu Gast
12.- 17. September 1983 Festtage zur 80-Jahrfeier der Humboldtschule unter dem Motto "Spaß, Spiel, Spannung".
September 1983 Ruder-Wanderfahrt auf der Weser.
Kursfahrt (Russisch/PW) unter Herrn Pegler und Herrn Reimann nach Smolensk, Moskau und Leningrad
15.- 22. Oktober 1983 Abrüstungswoche mit Friedenstag am 20. Oktober, Disziplinarmaßnahmen gegen teilnehmende Kollegen.
12. Dezember 1983 Computerspende einer Privatfirma für EDV-Kurse, positive Reaktion des Staatssekretärs Rexrodt, doch auch zahlreiche kritische Stimmen innerhalb der Schule. Im Februar 1982 erhält die Schule einen weiteren PC aus privater Spende.
11. Januar 1984 Steffen Rohde wird Bundessieger im Mathe-Wettbewerb
11.- 13. Januar 1984 Aufführung des "Mockinpott" von Peter Weiss unter der Leitung von Anne Dörn
4. März 1984 Projekttag Frieden und Abrüstung
7. April 1984 Taufe von fünf neuen Ruderbooten beim RC Tegelort
26. April 1984 Mit der VO-GO tritt die neue Form der gymnasialen Oberstufe in Kraft, die die Fächer Deutsch, Mathematik und Fremdsprache stärker als bisher zur Pflicht macht.
Frühjahr 1984 Das Humboldtheft "80 Jahre Humboldtschule 1983" erscheint mit Beiträgen insbesondere zur Geschichte der Schule in der Nazi-Zeit. Harry Hempel veranlasst die ehemaligen Lehrer Frühbrodt, Hartkopf und Rieß, ihre Erinnerungen niederzuschreiben.
7. Mai 1984 Diskussion mit Schulsenatorin Laurien
Mai / Juli 1984 Tod der ehemaligen Kollegen Mrozek und Boschke, Dienstjubiläen von Hans-Joachim Starck und Norbert Lutz.
Aug./Sept. 1984 Humboldt-Fußballer in den USA, Leningrader Jugendliche zu Gast.
7. September 1984 Werner Hartkopf stirbt, Nachruf im "Nord-Berliner" durch Harry Hempel. Aula-Gedenken am 23. Oktober.
10. Oktober 1984 Auf einer Podiumsdiskussion bei Siemens spricht H.-J. Starck Senatorin Laurien gezielt auf das Problem mangelnder PC-Ausstattung der Berliner Schulen an.
Okt./Nov. 1984 Elternvertreter und Lehrer der Humboldtschule reisen gemeinsam in den Herbstferien nach Kiew und Odessa. Auf Initiative der Gesamtelternvertretung und ihrer Vorsitzenden Helmtraud Wachs folgen weitere gemeinsame Fahrten in die UdSSR.
Dezember 1984 Erste Auftritte der Jazz-Combo unter Holger Bremer.
30. November und 3. Dezember 1984 Lesung in der Aula zum Gedenken an Alexander von Humboldt (dessen 125. Todestag am 6.Mai 1984). Textauswahl Harry Hempel.
23./24. Januar 1985 Die AG Theater unter Andrea Fehrenberg spielt "Wo der Rothirsch jodelt". Es folgt eine Einladung zum Theatertreffen 85.
14.- 18. Februar 1985 Der ds-Kurs unter Anne Dörn spielt Molières "Der Menschenfeind" in der Enzensberger-Übersetzung.
5.- 8. März 1985 Unter Leitung von Regine Siebert gibt der LK Musik Monteverdis "Orfeo".
25. April 1985 Harry Hempel inszeniert in der Aula eine weitere Humboldt-Lesung, diesmal zum Gedenken an Wilhelm. Die von Schülern gelesenen Texte erscheinen als Humboldtheft Nr.8. Ende Mai folgen Gedenkveranstaltungen im Reichstag und im Schloss Tegel.
8. Mai 1985 40 Jahre Kriegsende und Befreiung. Lesung und Ausstellung in der Aula.
Mai/Juni 1985 Große Erfolge bei den Schülerruderregatten. Die Kooperation mit dem RC Tegelort besteht nunmehr sieben Jahre.
Anfang Juni 1985 RIAS-Schulfunkgespräch mit Lew Kopelew.
26. Juni 1985 Besprechung mit dem Landeskonservator Engel und Baustadtrat Gardain: Fassade, Atrium, Treppenhaus und Aula der Humboldtschule sollen zur 750-Jahrfeier Berlins 1987 renoviert werden; es ist vorgesehen, das Gebäude nachts anzustrahlen. Besprechungen ohne Schulleiter Starck, der sich einer Herzoperation unterziehen muss und bis Oktober fehlt.
29. Juni 1985 US-Gäste in Berlin (bis 13.07.). Empfang bei Senatorin Laurien.
Anfang Juli 1985 Soziales Engagement der Ruder-AG für Sehbehinderte und der 8. Klassen für die Welthungerhilfe.
15/16. Juli 1985 Unter Klaus Thieme führt die Klasse 10e Dürrenmatts "Die Physiker" auf.
Sommer 1985 Nach langen Bemühungen erhält der Waidmannsluster Damm einen durchgehenden Radweg.
Schuljahr 1985/86 Nach schulinterner Diskussion wird ein freier Schulsamstag pro Monat eingeführt. Im Dezember erhalten 152 Abiturienten ihr Abschlusszeugnis. Die Aufgabe, die Prüfung einer so große Zahl organisatorisch zu bewältigen, wird mit PC-Hilfe gelöst.
September 1985 Schülerfahrt unter Klaus Pegler und Rudolf Schubert nach Smolensk, Leningrad und Moskau.
Humboldtheft Nr.7: "Humboldtschüler schreiben".
Sportfest.
22. Oktober 1985 Filmproduktionen von Schülern (Kurse Johannes Neuhann/Dieter Bauer) werden aufgeführt.
27. November1985 /
21. Januar 1986
Zwei Aula-Lesungen zum 200. Geburtstag der Brüder Grimm, gestaltet vom LK Deutsch unter Hans-Werner Lehmann, garniert mit Kammermusik und Speisen nach einem Grimm'schen Kochbuch (Humboldtheft Nr.9).
Januar 1986 Humboldtschüler auf Exkursionen in die DDR, sie gehen am 28.01.86 im SFB auf Sendung (Lutz Zimmermann).
24.- 28. Februar 1986 Der ds-Kurs unter Andrea Fehrenberg gibt Sartre "Das Spiel ist aus"; Einladung zum Schülertheatertreffen.
März 1986 Berliner Meisterschaften im Mädchen-Handball- und Rudern.
Einrichtung der AG-Langlauf (Peter Bartel)
7. – 13. März 1986 Vier ausverkaufte Aula-Abende mit der "M+M-Revue" der 20er Jahre, eine Kooperation der FB Musik (Oelke, Bremer) und Deutsch (Dörn/Steenken). Einzelszenen werden vorab beim Schülertheatertreffen am 21.02. gezeigt.
April 1986 Gerhard Franiel wird für langjährige ehrenamtliche Tätigkeit in den Elterngremien mit der Reinickendorf-Medaille geehrt.
21.-23. Mai 1986 Lateinamerika-Tage: Filme, Musik, Literatur, Berichte von Exilanten, lateinamerikanische Küche
Juni 1986 Die LK Kunst (Neuhann/Fehrenberg) zeigen Venedig-Arbeiten.
Sommer 1986 Bau- und Renovierungsarbeiten großen Stils:
Die Schule verwandelt sich in eine Sommerbaustelle. Im Zentrum stehen zunächst die Aula und die Gestaltung der Grünflächen über dem Tunnel, später folgen umfangreiche Fassadenarbeiten.
Die Planung für den Beitrag der Schule zur 750-Jahrfeier Berlins beginnt.
Schuljahr 1986/87 Zur Einschulungsfeier am 18.08. erscheint die Aula in neuem Glanz. Das Schuljahr bringt zum letzten Mal zwei Abiturtermine.
August 1986/ Humboldt-Fußballer 3 Wochen in den USA.
29. August 1986 Margot Schramm wird nach 37 Dienstjahren in einer Aulafeier verabschiedet.
Herbst 1986 Sporterfolge der Schule auch im Mädchenfußball und im Schach.
18. November 1986 Moses-Mendelssohn-Lesung mit Musik, Leitung Harry Hempel
12. Dezember 1986 Musikabend mit Aufführung der Weihnachtshistorie (Schütz).
Weihnachten 1986 Wieder Jahreskalender des FB Kunst.
Januar 1987 Erfolge des FB Wirtschaftslehre beim "Planspiel Börse".
März 1987 Sowjetische Gruppe aus Wladimir zu Gast.
17./18. März 1987 Auftakt der Veranstaltungen der Humboldtschule im Jahr der Berliner 750-Jahrfeier:
Der ds-Kurs unter Andrea Fehrenberg spielt "Reiseentrinnungen: Blende auf!" Den Rahmen bildet eine Ausstellung von "TOURISTEN"-Objekten aus den Kunst-Kursen von Monika Cabello und Johannes Neuhann.
31./31. März 1987 Der ds-Kurs unter Klaus Thieme und Günter Birkemeier spielt Yvan Golls "Methusalem oder der ewige Bürger" (Günter Birkemeier/Klasu Thieme), ebenfalls begleitet von einer Kunstausstellung "DADA bei Humboldt", zusammengestellt von Johannes Neuhann.
Mai/Juli 1987 Stephan Jeiter qualifiziert sich für die Physik-Olympiade in Jena.
Juni/Juli 1987 Die PW und WL-Kurse unter Martin Reimann und Klaus Stelzer zeigen Ausstellungen und Filme zur Selbstdarstellung West- und Ost-Berlins seit den 50er Jahren ("Das doppelte Berlin-Bild") sowie zur Baugenossenschaft "Freie Scholle".
10.-12 Juni 1987 Nach dem ersten Prüfungstermin am 9. Dezember 1986 mit 14 Abiturienten bestehen im Juni 154 Kandidaten die Prüfung. Damit hat der vorerst größte Schülerjahrgang die Humboldtschule durchlaufen. Zur Feier am 4. Juli im Fontanehaus wird ein Abi-Jahrbuch angeboten.
Schuljahr 1987/88 Bauarbeiten in und an der Schule:
Fortsetzung der Fassadenarbeiten und der Turmdacherneuerung. Die Aula erhält eine Verdunkelung und eine Beschallungsanlage. Vor der Eröffnung des Autobahnteilstücks zwischen Wittestraße und Waidmannsluster Damm (Oktober) wird die Grünanlage auf der Tunneldecke fertiggestellt, die Schlüssel für die Kleinspielfelder und elektrischen Anlagen am "Mini-Kolosseum" dem Schulleiter ausgehändigt, Einweihung ist aber erst im Frühjahr 1988. Planung und Ausführung der Gesamtanlage basieren auf Arbeiten von Humboldtschülern, mit ersten Entwürfen anfangs der 80er Jahre (Kunst-Kurs unter Amadee Vorsteher). – Ab Ende Dezember 1987 wird das Schulgebäude nachts angestrahlt.
August/September 1987 Weitere Aktivitäten der Schule im Jahr der 750-Feier Berlins: Ausstellungen des Kurses Latein unter Rose Vandersee zur Antikensammlung in Schloss Glienicke ("Saxa loquuntur"); der Kurse Russisch unter Klaus Pegler über den russischen Friedhof Wittestraße; der Kurse Kunst (Fehrenberg, Bauer, Engeln, Neuhann) mit Fotografien "Schüler sehen Tegel"; Herr Klingenberg zeigt Schüler-Fotos über "Berliner Naturdenkmäler und Manfred Kuballas AG ein Funktionsmodell "Mühle an der Panke".
24. August 1987 "BERLIN DADA" – eine Dada-Lesung und Vorführung, gestaltet von Günter Birkemeier und Klaus Thieme - eine Ergänzung zu den "Methusalem"-Aufführungen, mit denen das Land Berlin sich beim "Schultheater der Länder" in Braunschweig im Sept. 87 präsentiert.
28. August 1987 "Judenemanzipation und Demokratie – Juden im Preußen des 19. Jahrhunderts" – Lesung mit Musik – eine Fortsetzung der Lesung über Moses Mendelssohn im November unter Harry Hempel.
Schuljahr 1987/88 Neben den "Hermes" tritt mit "Zensiert" eine neue Schülerzeitung.
19. September 1987 Die Humboldtschule veranstaltet ein Sportfest der Reinickendorfer Oberschulen auf dem Sportplatz Hatzfeldtallee.
Anfang Oktober 1987 Die Humboldtschülerinnen Verena Lemke, Birgit Ehrig, Wiebke Janssen, Ina Quernheim und Monika Ernst siegen im Bundesfinale "Jugend trainiert für Olympia" im gesteuerten Doppelvierer.
Oktober 1987 Die Kurse Physik und Chemie unter Klaus Utpatel, Bernd Kokavecz und Joachim Kranz zeigen eine Ausstellung "Berliner haben mitgemischt – Forschung in Berlin".
27. November 1987 Premiere der von Lehrern, Schülern und Eltern gemeinsam gestalteten Aufführungen von Altberliner Possen und Humoresken "Berlin, Berlin – ick liebe dir!" Insgesamt 4 Abende.
Dezember 1987 Der FB Kunst gestaltet wie im Vorjahr Jahreskalender.
27. Januar 1988 Rundfunkdiskussion mit Petra Kelly und Gert Bastian.
24. Februar 1988 Bernd Kokavecz wird vom Volksbildungsstadtrat für die Entwicklung von Computerprogrammen für die Schulverwaltung ausgezeichnet.
Frühjahr 1988 Taufe eines Renndoppelvierers auf den Namen "Wilhelm von Humboldt".
29. April 1988 Neonazi-Schmierereien an der Schulfassade.
Mai 1988 Hoffest mit öffentlicher Schlüsselübergabe für die Tunnel-Grünfläche.
Juni 1988 Die Theater-AG unter Anne Dörn zeigt Szenen aus Brechts "Der gute Mensch von Sezuan".
Juni 1988 Schüler der Klasse 10d recherchieren und geben ein Heft "Armut in Berlin" heraus.
2. Juni 1988 ARD-Film "Goldene Jugendzeit", gedreht im April 1988 an der Humboldtschule, über drei Generationen von Humboldt-Abiturienten "1933/1955/1988" (tatsächlich 1932/1957/1988).
Schuljahr 1988/89 Die Schulgremien beschließen zwei unterrichtsfreie Samstage im Monat einzurichten.
28. August 1988 Bundesverdienstkreuz für Friedel Fielitz, ehemalige Elternvorsitzende.
17. September 1988 Start der "Tour de Culture": Peter Bartel und Reinickendorfer Schüler fahren mit dem Rennrad nach Paris.
28. September1988 Festakt zur Verabschiedung von Harry Hempel; ihm zu Ehren erscheint das Humboldt-Heft Nr.10.
Okt. / Nov. 1988 Ehrung für Günter Fredrich und Günter Schönfeld (beide 40 Jahre im Schuldienst).
Durch eine Gedenktafel an seinem ehemaligen Wohnhaus wird Wilhelm Blume posthum geehrt.
Dezember 1988 Streiks aus Anlass der Stundentafelkürzung und für die Einstellung neuer Lehrer.
Dezember 1988 Wieder Jahreskalender des FB Kunst.
Januar 1989 Proteste gegen die von Senatorin Laurien verfügte Zensur kritischer Filme aus der Landesbildstelle.
Januar 1989 Einweihung der Humboldt-Bibliothek Tegel.
29. Januar 1989 Am Abend der BVV-Wahlen führen Humboldtschüler unter Bernd Kokavecz im Rathaus Reinickendorf die Hochrechnung und eine schnelle Wahlauswertung durch.
April 1989 Der neue Senat (Rot-Grün) beschließt eine Arbeitszeit-Verkürzung für Lehrer und über 500 neue Lehrerstellen zum Schuljahresbeginn.
April 1989 Die Humboldtschule wird im Badminton Landessieger beim Wettbewerb "Jugend trainiert für Olympia" (Wettkampf III).
20. April 1989 Aktion "Wehret den Anfängen" gegen Neonazis.
24. April –3. Mai 1989 Humboldtschüler unter Regine Siebert führen die Oper "Candide" auf.
1. Juni 1989 Bundesverdienstkreuz für Charlotte Wegener.
Juni 1989 Israelfahrt unter Leitung von Klaus Zecher und Friedhelm Kraft.
26. Juni1989 Schüler aus Leningrad und Tallinn zu Gast.
Juni 1989 Jubiläum 75 Jahre Ruderclub Tegelort, der seit 1977 die Ruderriege der Humboldtschule Gastrecht gibt.
Erfolge von Humboldtschülern im Triathlon.
14.-18. Juli 1989 "Ekklesiazusen": Der ds-Kurs unter Günter Birkemeier und Klaus Thieme zeigt die "Weibervolksversammlung" nach Aristophanes.
Juli 1989 Pensionierung von Norbert Lutz.
Mai 1989 Aula-Diskussion mit jungen Polizisten im Zusammenhang mit den aktuellen Problemen des Rechtsradikalismus.
12. Juli 1989 Studienfahrt des Kollegiums in die DDR nach Dessau und Wörlitz.
Sommer 1989 Für die Organisierung des Kurssystems wird aus VdFHT-Mitteln das effiziente Programm "gpcurs" angeschafft.
In den Ferien Renovierung des Chemietrakts und der Fußböden.
Schuljahr 1989/90 Nach wie vor müssen die neuen (fünf) 7. Klassen in der Filiale in der Miraustraße unterrichtet werden.
10. November 1989 Schüler/innen dürfen nach der 4. Std. angesichts der Grenzöffnung in die Innenstadt fahren.
13. Februar 1990 Volker Viereck aus Schwante wird als erster Schüler der DDR in die Oberstufe der Humboldtschule aufgenommen. Der offizielle Jargon bezeichnet ihn als "Bildungspendler".
2. März 1990 Kollegen der Alexander-von-Humboldt-Oberschule aus dem Bezirk Köpenick besuchen im Rahmen der Ost-West-Schulpartnerschaft unsere Schule. Zwei Gegenbesuche finden statt, davon im Juni eine gemeinsame Dampferfahrt (28. Juni).
März 1990 Sven Bahrke, betreut von Klaus Utpatel, gewinnt den Landeswettbewerb "Jugend forscht" und vertritt Berlin beim Bundeswettbewerb in der Kategorie "Geo- und Raumwissenschaften.
Humboldtschüler werden wie im Vorjahr Badminton-Landessieger.
18. März 1990 Die Humboldtschule gewinnt im Handball (männlich 17/18 J.) den "Pokal des Betriebsdirektors der BSG Elmo Oranienburg".
Frühjahr 1990 In den Osterferien werden die Renovierungen im Schulgebäude fortgesetzt: verbesserte Beschallungsanlage und Verdunkelung in der Aula. Der Schule wird als Pilotprojekt die Einrichtung einer Mehrplatz-Computeranlage für Schulleitung und -verwaltung genehmigt. - Das neue VdFHT-Faltblatt soll Mitglieder werben.
1. – 5. April1990 Knapp 50 Schüler nehmen an einer von den Schülern Ulrich Amling und Jens Augner organiserten und von Rudolf Schubert und Andrea Schmidt-Decker begleiteten Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz teil.
April 1990 Der LK Politische Weltkunde unter Martin Reimann macht eine Israelfahrt in Zusammenarbeit mit der Jüdischen Gemeinde Berlin.
Humboldtschüler gewinnen Preise beim Schülerquiz (Wirtschaftswissen im Wettbewerb).
Französische Partner aus Quimper zu Gast.
Mai 1990 "Der Mai ist gekommen" - Darbietungen des FB Musik im Rahmen eines Musikabends.
Schuljahresende 1990 Etat-Kürzungen im Schulbereich, Verwirrspiel des Senats. Die Schulstatistik belegt bedenkliche Tendenzen hinsichtlich der Altersstruktur des Kollegiums. –
Rudolf Schubert beendet seine Tätigkeit als Lehrer und Erzieher für politische Bildung an der Humboldtschule. Die neue Schülerzeitung "Humboldt aktuell" widmet ihm im Juni ihre erste Ausgabe.
Sport- und Spielefest (30. Juni).
Ab Schuljahr 1990/91 Integration von Kollegen aus dem Ostteil der Stadt und der DDR.

Die Zusammenarbeit mit dem Ruderclub Tegelort zerbricht, die Ruderriege der Humboldtschule wechselt zum RC Tegel.

11. Oktober 1990 Die langjährige Elternratsvorsitzende Friedel Fielitz verstorben.
Nov. / Dez. 1990 Die Video-AG zeigt einen selbstgedrehten Film. Ausstellung "Kursbilder" des FB Kunst.
Januar 1991 Mehrheitliche Ablehnung eines gesonderten Ethik-Unterrichts an der Humboldtschule.
16. Januar 1991 Etwa 200 Schüler/innen halten angesichts des Golfkrieges um 6.00 Uhr eine Mahnwache ab, nehmen an einer Anti-Kriegs-Demonstration Berliner Schüler/innen teil und organisieren einen Schweigemarsch von der Schule in die Fussgängerzone.
17. – 25. Januar 1991 Humboldt-Hilfskonvoi mit Medikamenten, Lebensmitteln und Schulmaterial für Tallinn/Estland unter Leitung von Burkhard Zimmermann und Klaus Pegler. Unter Mithilfe zweier Väter und des ehemaligen Schülers Jan Eckelt werden ein LKW und ein Transporter ans Ziel gesteuert.
Januar 1991 Die Wahlen in Berlin führen zur Bildung einer Großen Koalition. Enorme Finanzprobleme in West und Ost sollen bewältigt werden. Hoher Erneuerungsbedarf in den Schulen des Ostteils der Stadt. Der scheidende Schulleiter konstatiert "unerfreuliche Aussichten" angesichts des bevorstehenden Sparzwangs.
31. Januar 1991 Aulafeier und Bunter Abend zur Verabschiedung von Hans-Joachim Starck. Dr. Hinrich Lühmann tritt die Nachfolge an.
8. Februar 1991 Projekttag zum Golfkrieg mit von Schülern gestalteten Workshops.
Ball zum Abschied von Hans-Joachim Starck.
26. Februar 1991 Beachtliche Erfolge bei "Jugend forscht".
April 1991 Knapp 50 Schülerinnen und Schüler nehmen an einer von den Schülern Ulrich Amling und Jens Augner organisierten und von Gerda Jeschal und Burkhard Zimmermann begleiteten Gedenkstättenfahrt nach Lidice, Prag und Theresienstadt teil.
Mai / Juni 1991 Dankesbriefe aus Estland erreichen die Humboldtschule: Ärzte zweier Krankenhäuser und Lehrer der Partnerschule in Tallinn schildern die Wirkungen der Januarhilfe.
Juni 1991 Abistreich mit sanfter Gewalt: das Lehrerzimmer voller Luftballons.
12. Dezember 1991 Musikabend vor Weihnachten wie in den Jahren zuvor.
18. Mai 1992 Die Gesamtkonferenz beschließt, angesichts der verordneten Stunde Mehrarbeit im kommenden Schuljahr die außerunterrichtlichen Angebote deutlich einzuschränken. Nach intensiven Diskussionen in verschiedenen Gremien werden die angekündigten Maßnahmen abgeschwächt.
Mai / Sept. 1992 Bei den Ruderregatten der Berliner Schulen erreicht die Humboldt-Schule 13 Siege sowie etliche 2. und 3.Plätze.
30. September 1992 Nach einem Brandanschlag auf die Gedenkstätte Sachsenhausen nehmen viele Schüler an einer Mahn- und Gedenkveranstaltung in Sachsenhausen teil.
November 1992 Christine Neumann nimmt ihre Tätigkeit als neue Sekretärin im Büro der Schule auf. Sabine Weinreich folgt als zweite Sekretärin im Oktober 1996.
17. Dezember 1992 Projekttag gegen Rassismus angesichts ausländerfeindlicher Anschläge überall im Land, getragen von Schülern, Eltern und Kollegium.
10. März 1993 Schülerdiskussion mit dem Vorsitzenden des Zentralrates der Juden Ignatz Bubis.
27./28. April 1993 "Das alte Spiel von Dr. Faustus Höllenfart" wird unter Leitung von Ute Steenken von Schülern der 8., 9. und 10. Klassen aufgeführt.
3./4. Mai 1993 Unter der Leitung von Klaus Thieme kommt das Stück "Schwarz-braun ist die Haselnuß oder: Wie wird man ein Nazi?" als Ergebnis des Projekttages im Dezember 92 zur Aufführung.
14.-19. Mai 1993 Die Musik-Leistungskurse führen das Musical "Besetzt", eine Eigenproduktion, unter Leitung von Holger Bremer und Regine Siebert auf.
4. Juni 1993 Studienfahrt des Kollegiums nach Güstrow. Im September des Vorjahres ging die Fahrt nach Stettin.
Juni 1993 Abistreich "Trabi im Lehrerzimmer".
Frühjahr 1993 Planung und Gestaltung des Schulteichs an der Nordostseite der Schule, angeregt durch Regine Illner.
31.8. / 1.9. 1993 Kreativtage zum Themenschwerpunkt "90 Jahre Humboldt-Schule".
Mai / Sept. 1993 Bei den Ruderregatten der Berliner Schulen erreicht die Humboldt-Schule 8 Siege sowie zahlreiche 2. und 3. Plätze.
18. Januar 1994 Sprengstoffanschlag auf die kleine Turnhalle.
März 1994 Aula-Diskussion mit Brandenburgs Justizminister Hans-Otto Bräutigam, der auch zu den Vorwürfen gegen Ministerpräsident Stolpe, er sei Stasi-IM gewesen, Stellung nimmt.
9. März 1994 Aula-Gastspiel des Berliner Ensembles mit Brechts "Der Jasager und der Neinsager".
7. Juni 1994 Bei der Frühjahrsregatta der Berliner Schulen erreicht die Humboldt-Schule 8 Siege.
8.-10. Juni 1994 "Biedermänner und Brandstifter" nach Max Frisch wird unter der Leitung von Klaus Thieme und Günter Birkemeier aufgeführt.
Juni 1994 Ausflug des Kollegiums nach Schlepzig, Unterspreewald.
August 1994 Der Schüler Björn Endruweit wird Vize-Weltmeister bei den Junioren-Weltmeisterschaften der Ruderer.
5. September 1994 Klavierabend Vladimir Stoupel.
14. September 1994 Schulfest.
13. Dezember 1994 Musikabend wie in den Dezembern der Jahre zuvor.
April 1995 Die Schüler Dirk Hohnberg und Mike Schwichtenberg gewinnen mit einem Solarboot aus Zeitungen den Landeswettbewerb "Jugend forscht". Später werden sie Bundessieger.
8. Mai 1995 Anläßlich des 50. Jahrestages der Befreiung am 8. Mai 1945 findet in der Aula eine Gedenkveranstaltung statt.
Juni / Sept. 1995 1. Platz im Rudern beim Landesentscheid "Jugend trainiert für Olympia", 7 Siege bei der Herbstregatta der Berliner Schulen.
Juni 1995 Abistreich à la Christo: "Verhüllung der Humboldtschule".
27. Juni 1995 Aula Veranstaltung zur Tarifpolitik der Berliner Verkehrsbetriebe, organisiert von einem PW-Kurs von Jörg Kayser.
August 1995 Im Rahmen des Austauschprojektes von Klaus Zecher besuchen israelische Basketballer die Humboldtschule.
7. September 1995 Humboldtschüler lassen aus Protest gegen französische Atomtests auf Mururoa 400 Luftballons steigen.
Herbst 1995 Die erste Ausgabe der "humboldt"-Schulzeitung erscheint. Zur Redaktion gehören Lehrer ( Klaus Pegler, Karl-Wilhelm Hüsges, Manfred Kuballa) sowie Sabine Cordes und Michal Dobrajc für Eltern und Schüler.
9. Februar 1996 Rohrbruch.
Februar 1996 Die Humboldtschule erhält bei "Jugend forscht" einen Sonderpreis des Bundesbildungsministeriums.
August 1996 Die ersten "Schnellläufer"-Klassen beginnen ihre Zeit als Humboldtianer.
13. November 1996 Kurt-Ulrich Neumann-Kleinpaul erhält für die Betreuung erfolgreicher Mannschaften im Rahmen des Bundeswettbewerbs der Schulen "Jugend trainiert für Olympia" die Schulsportplaktette des Landes Berlin. Bei den allen Jahresregatten erringt die Schule wiederum zahlreiche Siege.
23. Januar 1997 Der auf dem Schulhof errichtete "Pavillon" mit insgesamt 8 Klassenräumen wird eingeweiht.
26. April 1997 Einweihung des Humboldt-Denkmals vor der Humboldt-Bibliothek. Vortrag durch Humboldtschüler, Textauswahl Martin Reimann. Anschließend Empfang im Humboldtschloss.
28. April 1997 Premiere zu "Unser Sommernachtstraum", einem Musik-Projekt unter Regine Siebert und Holger Bremer.
Juni 1997 Die Klasse 8a erringt den 1. Platz beim Berliner Schülerwettbewerb "Lebendige Antike".
Eine Gruppe der Politik-AG nimmt am Europäischen Jugendparlament teil.
13. August 1997 Beim Landesfinale "Jugend trainiert für Olympia" belegt die Humboldt-Schule im Rudern wie im Vorjahr den 1. Platz.
August 1997 Start des ersten Comenius-Projekts der EU mit Partnerschulen aus London, Paris, ab 1998 auch aus Karlstad (Schweden). Das Projekt endet im Juli 2000. –
Ausstattung eines zweiten Informatikraums; Fensterwand zwischen den Räumen 210 und 209. –

Kollegiumsfahrt in die Lausitz.
1. Oktober 1997 Bei der Herbstregatta der Berliner Schulen erreicht die Humboldtschule 7 Siege.
10. Oktober 1997 Sternmarsch für Bildung, wesentlich von Eltern der Humboldt-Schule getragen.
24. Oktober 1997 Ein zusätzlicher PC- und Multimediaraum wird eröffnet. Er steht dem Unterricht und den Schülern in Pausen und nach dem Unterricht zur Verfügung.
November 1997 Manfred Kuballa und zwei Schüler begleiten einen Hilfstransport mit Möbeln, Spielsachen und Kleidung nach Nowa Ruda (Polen), einer Gemeinde, die extrem unter dem Oder-Hochwasser zu leiden hatte.
Theaterprojekt von Schülern unter Leitung von Anne Dörn und Jörg Nieswand: "Dr. Faustus lights the light".
16. Dezember 1997 GSV und ein Streikkomitee organisieren eine symbolische "Beerdigung der Bildung", eine Demonstration gegen die Sparmaßnahmen im Bildungsbereich.
13. März 1998 Klezmer-Musikabend unter Leitung von Klaus Zecher zum Gedenken an die Befreiung von Auschwitz.
27. Mai 1998 Bei der Frühjahrsregatta erringt die Humboldtschule 8 Siege. Im Juli dann Erfolge im Landesentscheid "Jugend trainiert für Olympia".
19. November 1998 Veranstaltung der Politik-AG mit Inge Deutschkron in der Aula.
Februar 1999 Die Humboldtschule erhält einen Sonderpreis für die besonders engagierte, von Joachim Kranz koordinierte Teilnahme am Wettbewerb "Jugend forscht".
Mai / Sept. 1999 Die Humboldtschule erringt Siege bei der Frühjahrsregatta und wird im Rudern Landessieger bei "Jugend trainiert für Olympia". Am 24. September belegen Humboldtschüler im Bundesfinale den 2. Platz.
Mai/Juni 1999 Manfred Kuballa organisiert einen Austausch mit dem Krakauer Deutsch-Lyzeum.
August 1999 Beginn des Pilotprojekts und Schulversuchs "Technik und Natur" (TuN) als Wahlpflichtalternative zu Französisch, konzipiert von Kollegen der Schule. -
Start des zweiten Comenius-Projekts mit Partnerschulen aus Slagelse (Dänemark), Stockholm und Bratislava (Slowakei): "Lebensmittel in Europa - Untersuchung von Farb- und Konservierungsstoffen". Im Februar 2001 finden Experimentierwochen an allen 4 Schulstandorten statt. Das Projekt endet 2002 mit einer gemeinsamen Ausstellung in der Humboldt-Bibliothek.
10. Oktober 1999 Humboldt-Schülerinnen werten die BVV-Wahlen unter Leitung von Bernd Kokavecz aus.
Anfang 2000 Seit Beginn des Jahres 2000 existiert an der Humboldtschule eine eigens auf die Lese- und Informationsbedürfnisse der Schüler ausgerichtete Bibliothek.
11. März 2000 Berliner Sternmarsch für Bildung von Schülern, Lehrern und Eltern, wesentlich von Elternvertretern der Humboldtschule organisiert. Am 11. November folgt ein weiterer Sternmarsch.
21. März 2000 Kooperationsvertrag mit der Firma debis Systemhaus PCM Computer AG.
März 2000 Bewilligung des Bezirksamts Reinickendorf, für die Humboldtschule zwei leer stehende Ladenlokale im Wohnblock Ecke Hatzfeldtallee/An der Oberrealschule anzumieten und sie zu Unterrichtsräumen umzugestalten. Ab August 2000 Nutzung durch Kursunterricht. Zu diesem Zeitpunkt ist den Beteiligten nicht klar, dass es sich beim Eckladen um die Räume der Hansa-Buchhandlung des Leo Kajet von 1928 handelt, der seit den 20er Jahren die Schule belieferte und ihr zahlreiche Bücher stiftete. Das Geschäft wurde nach 1933 "arisiert". Über das Schicksal Kajets (sein Sohn Achim war Humboldt-Abiturient 1932) war bis vor kurzem nichts bekannt. Kajet überlebte die NS-Zeit dank des berühmten Frauenprotests in der Rosenstraße (1943), der die Deportation jüdische Berliner Zwangsarbeiter verhinderte.
8.- 12. Mai 2000 Europäisches Projekt "EU-Hilfe für junge Menschen auf dem Balkan", organisiert von Martin Reimann angesichts der Balkankriege: Delegationen aus mehreren Ländern Europas besuchen Berlin und erarbeiten mit Humboldt-Schülern eine Resolution. Den Abschluss bildet ein Europäisches Parlament unter der Schirmherrschaft des Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse. Teilnahme des Regierenden Bürgermeisters Eberhard Diepgen und der EU-Haushaltskommissarin Michaele Schreyer.
Mai / Sept. 2000 Wie in den Vorjahren Regatta-Erfolge der Ruderriege.
23. Juni 2000 Ball der Humboldt-Schule.
September 2000 Im Anschluss an das Europäische Jugendparlament vom Mai d.J. reisen Sebastian Schulte und Philipp von Hammerstein mit Martin Reimann nach Sarajevo: Treffen mit dem Hohen Beauftragten für Bosnien, Wolfgang Petritsch, der die in Berlin erarbeiteten Projektvorschläge zu fördern verspricht.
Oktober 2000 Knapp 50 Schüler nehmen an einer von "Schüler-Teamern" geleiteten und von Jens Augner und Elke Liebig begleiteten Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz teil. Im Dezember führen Teilnehmer der Gedenkstättenfahrt durch die selbst konzipierte Aula-Ausstellung zur Gedenkstättenfahrt.
9. November 2000 Demonstrationszug Reinickendorfer Schulen gegen Fremdenfeindlichkeit zum Rathaus Reinickendorf.
November 2000 Anja Dittgen erhält als besonderen Preis der Wölkerling-Stiftung die Aufgabe, als erste "Botschafterin" der Humboldtschule nach Brüssel, zur dortigen British School, zu fahren. Im März 2001 folgt der Gegenbesuch. In den beiden Folgejahren übernehmen Nicolas Bajorat und Birte Jaster diesen Preis entgegen.
29. März 2001 10 Jahre Kooperation zwischen dem Ruder-Club Tegel und der Humboldtschule.
Mai 2001 Der FB Musik führt als Eigenproduktion das Musical "Peer Gynt" auf. –
Gestaltung einer neuen Homepage der Schule. Sie ersetzt die erste Version von 1998.
Mai / Okt. 2001 Die Humboldt-Schule erringt bei den Regatten 8 Siege.
27.-29. Juni 2001 Der GK Darstellendes Spiel unter Klaus Thieme und Günter Birkemeier führt das Stück "Propheten" auf.
17. Juli 2001 Die Theater-AG unter der Leitung von Gabriele Landmann zeigt Hauptmanns Diebskomödie "Der Bibelpelz".
Schuljahr 2001/02 Die Humboldtschule richtet Englisch-Kurse für Schülerinnen und Schüler der LK Naturwissenschaften ein, um Englisch als Arbeitssprache zu fördern.
9. September 2001 Humboldtschüler mit Martin Reimann zu Gast im Schloss Bellevue: Empfang des Bundespräsidenten Rau anlässlich der Feier "50 Jahre Bundesverdienstorden".
Oktober 2001 Wie im Vorjahr nehmen knapp 50 Schüler an einer von "Schüler-Teamern" geleiteten und von Jens Augner und Elke Liebig begleiteten Gedenkstättenfahrt nach Auschwitz teil.
13. Oktober 2001 Zwei Humboldt-Schüler erringen bei der internationalen Langstreckenregatta "Quer durch Berlin" den 1. Platz.
25.4. - 2.5. 2002 Auf den Spuren Alexander von Humboldts erforschen Humboldt-Schüler die Vulkaninsel La Palma. Leiter der Expedition ist Joachim Kranz . Empfang im Schloss Tegel am 14. Mai. Eine Ausstellung zur Expedition wird am 28.11. in der Humboldt-Bibliothek offiziell eröffnet.
27. bis zum 31. Mai 2002 Klasse 9d in Eisenach im Rahmen des unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten stehenden Projekts "Jugend recherchiert Umwelt" zur Förderung deutsch-deutscher Beziehungen und unterstützt vom Tagesspiegel.
4. Juni 2002 Die Humboldtschule erringt einen Landessieg im Rudern bei "Jugend trainiert für Olympia"
24. Mai 2002 Offizielle Eröffnung der Ausstellung des Comenius-Projekts
"Farb- und Konservierungstoffe in Lebensmitteln" in der Humboldt-Bibliothek.
Juni 2002 Die Theater-AG unter Gabirele Landmann zeigt Dürrenmatts "Die Physiker".
27. Juni 2002 Kooperationsvereinbarung mit DIC-Berlin (Dainippon Ink & Chemicals) unterschrieben, die durch Frau Volkholz als Beauftragte der Industrie- und Handelskammer vermittelt worden ist.
Schuljahr 2002/03 Die Humboldtschule leiht Schulbücher erstmals computergestützt im Rahmen des Verbundes der Öffentlichen Bibliotheken (VÖBB) aus. Jürgen Reinsbach koordiniert Installation und Handhabung mit einer Reihe von Kollegen.
Der Schulversuch "Englisch als Arbeitssprache" wird in Jg. 12 auf Schülerinnen und Schüler der LK des 2. Aufgabenfelds ausgeweitet und in Klassen der Mittelstufe erprobt.
August 2002 Start des dritten dreijährigen Comenius-Projekts mit Partnerschulen aus Slagelse (Dänemark), Toulouse und Budapest: "Meine Stadt als Ort der Kultur".
21.8.2002 Humboldtschüler fahren mit 2 Bussen an die Elbe bei Perleberg, um Hilfe bei der Hochwasserkatastrophe zu leisten, angeleitet durch Dominique Barthel und Susanne Timm. Sie füllen und stapeln über 10.000 Sandsäcke.
September 2002 Die Gedenkstättenfahrt wird wie in den Vorjahren organisiert, Begleiter sind Jens Augner und Referendar Haardt.
22. September 2002 Thorsten Engelmann (Abi 2001) wird mit dem Deutschland-Achter Vize-Weltmeister im Rudern.
17.- 25. September 2002 Chinareise und Partnerschaftsvertrag mit einer Pekinger Oberschule.
28. November 2002 Eröffnung der Ausstellung "Vulkanexpedition - auf den Spuren Alexander von Humboldts" in der Humboldt-Bibliothek (betreut von den Kollegen Kranz, Engel und Werner).
17. Dezember 2002 Die English Drama Group unter Leitung von Bit Schaefer zeigt "A Christmas Carol", nach Charles Dickens. Ein zweiter Abend fällt aus angesichts der Trauer um einen Mitschüler.
Okt. / Dez. 2002 Die Humboldtschule beklagt den Tod zweier Schüler, die sich im Spätherbst des Jahres das Leben nehmen.
Dez. 2002 / Januar 2003 2 Konfliktlotsen-Seminare à 4 Tage unter Leitung von Jens Augner und Melina Rath-Kastrinogianni.
Januar 2003 Veröffentlichung des neuen Schul-Logos, gestaltet von Hilde Winkler. Das Jahr der Hundertjahrfeier der Humboldtschule beginnt mit konzentrierter Vorbereitung vieler Schüler, Eltern und Kollegen auf die Festwoche im Mai 2003. –
Eröffnung eines dritten Informatik-Raums.
18. 2. / 19.3. 2003 Zum Auftakt des Schuljubiläums hält Martin Reimann in der Aula zwei Vorträge unter dem Motto: Schulgeschichte als Zeitgeschichte. Neue Quellen zur Geschichte der Humboldtschule werden vorgestellt.
19. - 25. Mai 2003 Festwoche "100 Jahre Humboldtschule Berlin-Tegel".
 

Redaktion: Martin Reimann, Mai 2003