Carl James BühringArchitekt des Bühring Gymnasiums
Danach besuchte er einige Seminare an der dortigen Universität und kam durch eine einjährige Arbeit in engen Kontakt zur Architektur. Im Herbst 1892 kehrte er nach Deutschland zurück und begannmit dem Studium der Architektur an der Technischen Hochschule Charlottenburg. Zwei Jahre später verließ er Berlin und setzte seine Studien an der Technischen Hochschule Braunschweig fort, wo er das Studium erfolgreich beendete. Ab dem Beginn des Jahres 1897 war er bis zur Jahrhundertwende als Regierungsbauführer in Wiesbaden angestellt. DieseTätigkeit führte auch zur Aufnahme Bührings in den angesehenen Architekten - Verein Berlin. In den Jahren bis 1904 hatte er sehr viele verschiedene Tätigkeiten in Berlin, Hannover, Nienburg; unter anderem war er nicht nur als Architekt, sondern auch als Lehrer an der Nienburger Kunstgewerbeschule tätig. 1904 zog er wieder nach Berlin und arbeitete dort für die nächsten beiden Jahre als Assistent ander Technischen Universität Berlin. Um gestalterisch wiedertätig zu werden, nahm er in dieser Zeit an sehr vielen Architekturwettbewerben teil. Im März 1904 heiratete er Marie Bühring (geb. Oster), mit der er in den folgenden Jahren 3 Töchter und 2 Söhne hatte. Im April 1906 trat er das Amt des Gemeindebaurates des Berliner Vorortes Weißensee an. Damit begann für ihn eine der produktivsten Phasen seines Lebens. Im Jahre 1911 hatte er sein Projekt in Weißensee erfolgreich abgeschlossen und erhielt für viele dieser Projekte hohe Auszeichnungen. In den weiteren Jahren bis zu seinem Tode vollendete er noch sehr viele architektonische Werke, besondersin Berlin, dessen Umland und in Leipzig. Am 10. März 1915 wurde er zum Stadtbaurat von Leipzig gewählt. Nach seiner Übersiedlung nach Leipzig war er dort noch bis 1924 öffentlich in seinem Amt tätig. Danach ging er inRente. Noch während seiner Arbeitszeit als Stadtbaurat von Leipzig wurde Carl-James Bühring am 19. November 1920 auf Grund seiner herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Architekturvon der Hochschule Carolo-Wilhelminia in Braunschweig die Würdeeines Doktors ehrenhalber verliehen. Versuche in den Jahren nach1924 eine neue Anstellung zu finden, scheiterten. Dennoch arbeitete er bis zu seinem Tode ehrenamtlich an der Gestaltungdes Leipziger Zoos mit. Am 2. Januar 1936 starb Carl-James Bühring 64-jährig in Leipzig. Vier Tage später, am 6. Januar, wurde er auf dem Südfriedhof von Leipzig beigesetzt. Auch wenn der Name Carl-James Bühring nicht jedem bekannt ist, so wird man hoffentlich seine Bedeutung durch diese kurze Biographie verstanden haben. |