Rosch ha-Schana 5778: Flüche des vergangenen Jahres, Segen des neuen Jahres

Die Flüche des vergangenen Jahres liegen hinter uns, die Segen des neuen Jahres liegen vor uns.

Das klingt doch außerordentlich gut. Mir fällt sofort ein, was mich im vergangenen Jahr verfolgte, und was ich wirklich als “hinter mir” betrachten will.

2017-09-23: Parashat Ha’asinu – „ Höret (ihr Himmel)“

2017-09-16: Parashat Nizawim+Wajelech – „Ihr steht (heute vor Gott)“ + „Und er ging (Moses), und redete zu ganz Israel“

2017-09-09: Parashat Ki Tawo – „wenn du kommst (in das Land, das der Ewige dir als Besitz gibt)“

2017-09-02: Parashat Ki Teze – „wenn du ausziehst (zum Krieg)“

2017-08-26: Parashat Schoftim – „Richter“

Wie kommt der Rabbiner Geballe auf die Idee, “Aschera” sei ein Baum? Sie ist vielmehr eine Götzin. Meine Recherche ergab, dass das Judentum bis zum Anfang des babylonischen Exils durchaus polytheistisch war.

Transparent (Fernsehserie)

2017-08-19: Parashat Re’eh – „Siehe!“ (ich lege dir heute Segen und Fluch vor)

2017-08-12: Parashat Ekew – „Folge/Lohn (der Beobachtung der Gebote)“

am Montag sah ich den Film “Ein Sack voll Murmeln” als Preview in der Akademie des Jüdischen Museums Berlin

Der Film schildert eindrucksvoll und ergreifend die Flucht einer jüdischen Familie (insbesondere der zwei jüngsten Söhne) in Frankreich vor der deutschen Verfolgung in den Jahren 1941 bis 1945.

Mir gefiel das anschließende engagierte Gespräch im Saal unter Beteiligung von Podium und Publikum sehr.

Ich kann mir gut vorstellen, dass der Film insbesondere sehr dafür geeignet ist, Jugendlichen in Deutschland (unterschiedlicher Herkunft) das Leid und die Unsinnigkeit der Judenverfolgung altersgerecht vor Augen zu führen und zu ihrer Kultivierung als einfühlsamen politischen Bürgern beizutragen.