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Das Institut für Angewandte Demographie GmbH Berlin-Brandenburg
(IFAD)
Das Institut für Angewandte Demographie (IFAD) ist eine gemeinnützige wissenschaftliche Einrichtung mit engen Arbeits- und Forschungskontakten zum universitären Bereich. Das Institut ist im Sinne des Bundesstatistikgesetzes als hochschulvergleichbare Forschungseinrichtung anerkannt. Am Institut finden im Auftrag der Humboldt-Universität demographisch orientierte Lehrveranstaltungen im Hauptstudium statt und es werden hier Semester- und Diplomarbeiten von Studenten der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften angefertigt und betreut. Des weiteren absolvieren Studenten und junge Absolventen sozialwissenschaftlicher Ausbildungsrichtungen seit Jahren am Institut Praktika.
Auf der Basis langjähriger und umfangreicher Erfahrungen seiner Mitarbeiter in der theoretischen und empirischen Sozialforschung werden am IFAD Forschungsthemen bearbeitet, die insbesondere die Analyse sozio-demographisch und wirtschaftlich relevanter Problemstellungen im demographischen Wandel beinhalten. Ein wesentliches Aufgabenfeld sieht das Institut in der Untersuchung von Problemen und Phänomenen des sozialen und ökonomischen Umbruchs- und Anpassungsprozesses in den fünf neuen Bundesländern und in Berlin, insbesondere bezüglich grundlegender Prozesse der Bevölkerungsentwicklung und der aktuellen Lebenssituation bestimmter Bevölkerungsgruppen sowie sozialer und infrastruktureller Entwicklungstendenzen in bestimmten Regionen und auf regionalen Arbeitsmärkten. Die Forschungsfelder des Instituts lassen sich wie folgt gruppieren:
- Entwicklungstrends spezifischer Lebenssituationen und Lebenslagen bestimmter Bevölkerungsgruppen (z.B. Jugend, Alterung der Bevölkerung, “junge" Alte, Alleinerziehende);
- Prozesse der Sozialstrukturentwicklung und der sozialen Segregation in problembelasteten Stadtregionen, “Verödung” von ländlichen Gebieten ;
- Einkommensentwicklung, Konsum und Wohlstand, Prozesse sozialer Differenzierung und der Herausbildung unterschiedlichster Lebensstile;
- Grundprozesse demographischer Entwicklungen, Prognosen, Fertilitätsmuster und Familienbildungsprozesse in Deutschland
Als ein besonderes Forschungsfeld bearbeitet das Institut seit seiner Gründung Sozialstrukturentwicklungen, Tendenzen der Herausbildung sozialer Problemgruppen, räumliche - und Armutssegregation, Migration und Mobilität sowie weitere sozio-demographische Entwicklungstrends in Stadtregionen und peripheren Neubaugroßsiedlungen.
Die Forschungskapazität des Institutes ist interdisziplinär zusammengesetzt. Das IFAD verfügt über ein gut ausgebautes Spektrum von Kooperationsbeziehungen und Arbeitskontakten zu Partnern in Wissenschaft und Politik. Hierbei sind die engen Beziehungen zum Statistischen Landesamt Berlin (Zusammenarbeit vor allem hinsichtlich des Datentransfers), zum Ministerium für Arbeit, Soziales, Familie und Frauen des Landes Brandenburg (Zusammenarbeit vor allem auf dem Gebiet der Familienpolitik), zu Statistischen Ämtern bzw. Bezirksämtern und Kommunalverwaltungen Berliner Bezirke von besonderer Bedeutung.
Am Institut wurde flächendeckend für Berlin und die neuen Bundesländer ein System sozio-demographischer Datenbanken entwickelt. Auf dieser Basis sind sozio-demographische Porträts erstellt worden, die ständig aktualisiert und ergänzt werden.
Sozialraumanalysen und Bevölkerungsprognosen erarbeitete das Institut für problembelastete Regionen in allen neuen Bundesländern der Bundesrepublik. Am Institut wurde im Jahr 2000 ein System sozialer Indikatoren erarbeitet, welches durch das Land Brandenburg im Rahmen der offiziellen Sozialberichterstattung veröffentlicht wurde (Brandenburger Sozialindikatoren 2000, Hrsg. vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen).
Das IFAD verfügt über ein eigenes Spezialdatenbanksystem. Umfangreiche Datensätze zum Stand und zur Bevölkerungsentwicklung in den alten und neuen Bundesländern, zur Arbeitsmarkt- und Sozialhilfeproblematik und zu unterschiedlichsten Sozialindikatoren sind hier abrufbereit. Diese Datensätze enthalten aktuelle Sozialdaten Berlins und Brandenburgs sowie der anderer Bundesländer. Darüber hinaus werden fortlaufend verschiedenste demographische, sozial- und arbeitsmarktpolitische Daten des gesamten Bundesgebietes erfaßt.
Über die Möglichkeiten der Publikation hinausgehend, präsentiert das IFAD regelmäßig die Ergebnisse seiner Arbeit einer breiten Öffentlichkeit. Dazu führt das IFAD eigene Veranstaltungsreihen, wie z.B. die “Montagsrunde” und „IFAD-Foren“ durch. Hier werden Untersuchungsergebnisse vorgestellt und Erfordernisse der Forschung erörtert. Diese Form der Darstellung von Forschungsergebnissen findet stets eine breite öffentliche Resonanz.
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